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Felix Neureuther hätte Olympia-Medaille in Südkorea zurückgegeben
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Publiziert 12/02/2020 um 10:16 GMT+1 Uhr
Der Kreuzbandriss von Felix Neureuther im Vorfeld der Olympischen Winterspiele 2018 war nicht nur ein schwerer Schlag für ihn, er hat vielleicht auch ein großes sportpolitisches Statement verhindert. Wie Neureuther jetzt berichtete, wollte er in Südkorea gegen das Internationale Olympische Komitee um Präsident Thomas Bach protestieren, indem er eine mögliche Medaille abgelehnt hätte.
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"Ich wollte in Südkoreas unbedingt eine Medaille gewinnen. Und dann, wenn mir der Herr Bach diese Medaille überreicht hätte - dann hätte ich sie nicht angenommen. Um ein Zeichen zu setzen und diesem Verein zu zeigen: So geht's nicht weiter", sagte Neureuther am Dienstagabend bei der Veranstaltungsreihe "Augsburger Allgemeine Live".
Vor allem der Umgang des IOC mit dem Skandal um das russische Staatsdoping sei für ihn ernüchternd gewesen, meinte der 35-Jährige: "Thomas Bach weiß selber, wie sich ein Olympia-Teilnehmer fühlt. Er weiß, wie die Sportler über Betrüger denken. Ich dachte anfangs: Mit ihm wird es besser, aber es ist alles schlimmer geworden. Es wird alles immer nur größer, mit noch mehr Geld."
Neureuther bleibt bei Olympia kritisch
Dennoch bleibt Neureuther ein großer Fan der olympischen Idee:
Für neue Stadien würden Milliarden von Euro in die Hand genommen, die Menschenrechte aber mit Füßen getreten.
Er habe Bach bereits mehrfach um ein persönliches Gespräch ersucht, berichtete Neureuther - vergeblich. Eine eigene Laufbahn in der Sportpolitik kann er sich nicht vorstellen: "Ich werde niemals Funktionär werden, weil ich ein zu kritisches Denken habe. Die schauen ja, dass es nur Ja-Sager um sie herum gibt."
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(SID)
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