FIS verkündet neue Sicherheitsregeln: Airbag-Pflicht, neue Unterwäsche und ein Karbon-Verbot - Marco Odermatt betroffen
VonNiklas Bien
Update 16/05/2025 um 14:10 GMT+2 Uhr
Für die kommende Saison müssen sich die Skifahrer in den Speed-Disziplinen Abfahrt und Super-G auf umfassende Sicherheitsupdates einstellen: Die Ausnahmen bei der Airbag-Pflicht wird es in Zukunft nicht mehr geben, dazu wird auch schnittfeste Unterwäsche obligatorisch. Auch auf den sogenannten Schienbeindeckel aus Karbon müssen die Speedstars ab 2025/26 verzichten - das gab die FIS bekannt.
Marco Odermatt ist von den Regeländerungen der FIS betroffen.
Fotocredit: Getty Images
Die Beweisführung dafür, dass die Speed-Disziplinen ein hohes Sicherheitsrisiko bergen, ist schon eine ganze Weile lang abgeschlossen. Unter anderem Ricarda Haaser trug dazu bei, die sich beim WM-Super-G im Februar einen Kreuzbandriss zuzog.
Auch Stimmen, die höhere Sicherheitsvorkehrungen in Abfahrt und Super-G fordern, sind nicht neu. Schon 2024 reagierte die Fédération Internationale de Ski (FIS) mit der Einführung des tragbaren Airbags, die aber Ausnahmen zuließ und somit de facto keine Pflicht war.
Das ändert sich nun. "7000 Tests haben die Zuverlässigkeit der Technologie bewiesen", schrieb die FIS - die Airbag-Vorgabe wird nun zur echten Pflicht.
Bei der einen Anpassung bleibt es aber nicht, der Weltverband schnürt gleich ein ganzes Sicherheitspaket.
Kilde-Unfall sorgt für Anpassung der Unterwäsche
Dabei trifft es auch einen Aspekt, das erst in der vergangenen Saison so richtig präsent geworden ist: die Karbon-Schienbein-Einlagen. Diese sollen eine bessere Kraftübertragung vom Skischuh auf das Schienbein ermöglichen.
Unter anderem Superstar Marco Odermatt vertraute auf die Innovation, muss sich nun aber wieder davon verabschieden: Ab der kommenden Weltcupsaison sind nur noch weiche, in den Skischuh integrierte Polsterungen erlaubt.

Aleksander Aamodt Kilde raste in Wengen mit gut 100 km/h in die Streckenbegrenzung.
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Die dritte zentrale Anpassung wird für den Zuschauer gar nicht sichtbar sein und folgt aus dem schweren Unfall von Aleksander Aamodt Kilde, der auf der Wengen-Abfahrt 2024 in den Fangzaun raste und viel Blut verlor.
Die Diagnose im Krankenhaus ergab, dass Kilde eine tiefe Schnittwunde in der Wade davongetragen hatte. Schnittfeste Unterwäsche soll etwaige Umstände in Zukunft ein Stück sicherer machen - sie ist nun auch obligatorisch.
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Quelle: Eurosport
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