Training zur Abfahrt in Garmisch-Partenkirchen: Odermatt verpasst Top Ten - Jocher freut sich "wie ein Schnitzel"

Im ersten Abfahrtstraining in Garmisch-Partenkirchen hat Marco Odermatt noch nicht voll attackiert. Der Schweizer blieb hinter den Erwartungen zurück und verpasste die Top Ten. Die Bestzeit auf der Kandahar setzte der Italiener Giovanni Franzoni vor Martin Cater (Slowenien) und Felix Monsen (Schweden). Die Deutschen zeigten sich indes euphorisch vor dem Garmisch-Comeback.

Dominator Marco Odermatt beim Training in "GAP"

Fotocredit: SID

Odermatt fehlten 1,36 Sekunden auf die Spitze, er reihte sich außerhalb der Top Ten ein. Zwei Hundertstel dahinter landete Stefan Rogentin. Auch Niels Hintermann (+2,06), Justin Murisier (+2,13) und Alessio Miggiano (+2,32) blieben klar zurück.
Dreifach-Olympiasieger Franjo von Allmen ging das Training sichtbar kontrolliert an und verlor 3,12 Sekunden.
Stark präsentierte sich das deutsche Team. Simon Jocher fuhr auf Rang zehn (+1,02) und war damit bester DSV-Starter. Im Anschluss ordnete er seine Fahrt ein: "Die Piste ist schon ein bisschen gezeichnet gewesen bei mir mit der Startnummer 45. Dennoch wurde ein sehr guter Job gemacht trotz des Wetters mit viel Regen."
Mit Blick auf das Rennen am Samstag ergänzte er: "Jetzt müssen wir schauen mit der Startzeit - 11:45, da ist dann schon viel Sonne und Feuchtigkeit drin und ich denke, dass man mehr mit Salz arbeiten muss, um das über die Bühne zu bringen. Ich gehe schon davon aus, dass es stattfindet."

Jocher freut sich auf Garmisch "wie ein Schnitzel"

Jocher betonte zudem die Bedeutung des Heimrennens: "Das wäre super wichtig, wenn man hier mal wieder Rennen fahren könnte. (…) Es wäre auf jeden Fall ein Highlight. Ich freue mich schon lange und immer wieder, wenn es heißt, Garmisch ist im Kalender, freue ich mich wie ein Schnitzel. Den Heimvorteil nutzen wir schon gerne."
Luis Vogt belegte Rang zwölf (+1,13) und bestätigte den anspruchsvollen Charakter der Kandahar: "Es wird unterschätzt, wie schwierig die Strecke ist. Es ist oben brutal steil, technisch. Du musst Speed mitnehmen aus dem technischen Stück. Aber unten geht es auch nochmal zur Sache, also von oben bis unten."
Nach den emotionalen Wochen bei Olympia sagte er: "Ich habe während Olympia erstmal Füße hochgelegt, hab das verarbeitet. Ein bisschen hat es mich schon mehr mitgenommen als ich eigentlich gedacht hätte."
Romed Baumann hob ebenfalls die Bedingungen hervor: "Es ist wie erwartet Ende Februar sehr warm. Aber die Piste ist im selben Zustand, also die haben sich da richtig ins Zeug gehauen. Die Strecke ist eigentlich sau cool. Es ist schon sehr anspruchsvoll, es geht Sprung nach Sprung. Man muss die km/h verwalten und hat unten nochmal Action."
Das zweite Abfahrtstraining findet am Freitag um 10:00 Uhr statt.
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Quelle: Eurosport


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