Weltcup in Garmisch: ÖSV-Doppelsieg bei WM-Generalprobe - Deutsche nicht vorn dabei

Kein Spitzenplatz für die deutschen Speed-Fahrer beim Super-G in Garmisch-Partenkirchen. Im letzten Weltcup-Rennen vor der alpinen Ski-WM in Cortina d'Ampezzo (ab Montag live bei Eurosport) konnte sich nur Romed Baumann als Zehnter (+0,78 Sekunden) in den Top Ten platzieren. Österreich feierte derweil einen Doppelsieg auf der Kandahar durch Vincent Kriechmayr und Matthias Mayer.

Romed Baumann 2021

Fotocredit: Getty Images

Andreas Sander (+0,94) belegte Rang 13. Youngster Simon Jocher (+1,14) dürfte als 18. nach seinem 15. Platz in Bormio endgültig das Ticket für die Weltmeisterschaften in Cortina d'Ampezzo (ab Montag live bei Eurosport und Joyn PLUS+) gelöst haben.
Romed Baumann hätte enttäuscht sein können, Platz zehn bei der Generalprobe für die alpine WM ab Montag im italienischen Cortina d'Ampezzo schien wenig überzeugend zu sein. Doch weit gefehlt: "Ich bin solide gefahren, und aus dem Selbstbewusstsein heraus kann man bei der WM attackieren", betonte der Routinier nach dem Super-G am Samstag auf der Kandahar in Garmisch-Partenkirchen.
Mit Blick auf das WM-Rennen am Dienstag ergänzte er: Die Top Ten traue er sich auf jeden Fall zu - "und vielleicht geht mir mal eine Granate auf." In einem engen Rennen auf der Kandahar fehlten Baumann lediglich 0,10 Sekunden zu Rang fünf.
Noch am Nachmittag nach dem Rennen, das der Österreicher Vincent Kriechmayr vor seinem Landsmann Matthias Mayer (+0,17 Sekunden) und dem Schweizer Marco Odermatt (+0,49) gewann, reisten die deutschen Skirennläufer weiter in den WM-Ort.
picture

Kriechmayr auf Kandahar ganz vorn: Die Siegfahrt in Garmisch

Quelle: Eurosport

Super-G: Gemischte Gefühle bei Sander

Sander tat dies im Gegensatz zu Baumann (+0,78) nach seiner Fahrt auf Rang 13 (+0,94) jedoch mit eher gemischten Gefühlen. "Es ist kein ganz schlechtes Ergebnis", sagte er, schränkte aber auch ein: "Das war nicht der Schritt vorwärts, den ich mir gewünscht hätte. Das letzte Risiko hat gefehlt."
Das soll bis zum ersten WM-Rennen besser werden. Nach der Kombination der Frauen am Montag und dem Super-G der Frauen am Dienstagvormittag steigen die Männer am Dienstagnachmittag mit ihrem Rennen in der zweitschnellsten alpinen Disziplin in die Wettkämpfe ein.
"Ich freue mich auf Dienstag", versicherte Sander: "Ich bin überzeugt, dass ich dann ein besseres Rennen zeige." Zumal das Podest am Samstag so weit weg nun auch wieder nicht war: Zum dritten Rang fehlten Baumann auf der seifigen und schwer zu befahrenden Kandahar am Samstag lediglich 0,29 Sekunden. "Es war eine ganz gute Fahrt", sagte er gelassen, zu den Plätzen ganz vorne "fehlt nicht viel".
Nach dem schweren Sturz von Josef Ferstl bei der Abfahrt am Freitag und dem daraus folgenden WM- und Saison-Aus wird das deutsche Super-G-Team am Dienstag wohl durch Dominik Schwaiger und den jungen Jocher ergänzt.
Jocher hat die interne WM-Norm (zweimal im Weltcup unter die ersten 15) nicht ganz erfüllt, gilt aber als Mann der Zukunft: Am Samstag etwa fuhr er mit hoher Startnummer (40) auf Rang 18 - das zweitbeste Ergebnis seiner Karriere nach Rang 15 im Super-G von Bormio Ende des vergangenen Jahres. Damit sicherte er sich trotz knapp verpasster Norm das WM-Ticket.
(SID)
picture

Verhängnisvoller Abflug: Dieser Sturz kostet Ferstl die WM

Quelle: Eurosport

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung