Max Franz feiert in Gröden nach über 1000 Tagen Pause seine emotionale Weltcup-Rückkehr: "Hat mich fast übermannt"
Update 17/12/2025 um 09:07 GMT+1 Uhr
Max Franz ist nach über 1000 Tagen Pause in den Weltcup zurückgekehrt. Der Österreicher, der sich im November 2022 beim Training in Copper Mountain komplizierte Brüche in beiden Unterschenkeln zugezogen hatte, feierte am Dienstag im Abfahrtstraining in Gröden sein Comeback. "Es waren so viele Emotionen da, das hat mich fast übermannt. Das ist der Hammer", gestand Franz im Ziel.
Max Franz muss erneut aussetzen
Fotocredit: Imago
Mit über sechs Sekunden Rückstand auf den Schnellsten Marco Odermatt fuhr der 36-Jährige auf Rang 58. Auf der Saslong hatte Max Franz 2016 seinen ersten von bisher drei Weltcupsiegen gefeiert. "Natürlich sagt man sich das selbst, dass es einem hier gefällt, dass es geht. Aber machen muss man es dann selbst. Es war so dunkel, es war ein wenig hin und her", wurde er von der "Kleinen Zeitung" zitiert.
Die Bedingungen in Gröden waren am Dienstag nicht einfach, auch das Training für Mittwoch wurde wegen schlechten Wetters abgesagt. Besonders ein Streckenteil machte vielen Fahrern zu schaffen: die berüchtigten Kamelbuckel.
Diese hätten alles überschattet, so Franz. Er sei "wie in eine Wand" gefahren. "Da waren wir wohl alle zu langsam. Der Spaß war nach den Kamelbuckeln vorbei, so kurz bin ich da noch nie gehupft. Das war nicht mehr so gut."
Der Österreicher, der immer noch mehrere Metallplatten und Schrauben in seinen Beinen hat, erklärte weiter: "Es hat gescheppert bis ins Hirn hinauf. Aber es hat einfach nichts wehgetan. Da wird das ganze Metall im Fuß seinen Teil beigetragen haben, dass ich noch so stabil dastehe."
Franz freut sich auf Comeback
Das Skifahren falle ihm auch immer noch leichter als das Gehen. "Wenn ich barfuß auf einer unebenen Fläche gehe, haut es mich um, ich kann die drei kleinen Zehen in einem Fuß nicht ansteuern. Aber ich habe das Gefühl fürs Gleiten nicht verloren."
Nach seiner schweren Verletzung habe er allerdings "mit mehr Emotionen gerechnet", meinte Franz. Von Erleichterung sei daher keine Rede. "Ich war eher schockiert von den Kamelbuckeln. Noch hat das nicht Spaß auf mehr gemacht. Aber wenn die Kamelbuckel schön präpariert waren, wenn ich alles sacken lasse, dann wird der Spaß wiederkommen."
Am Donnerstag steht die Ersatzabfahrt für Beaver Creek auf dem Programm. Ein Super-G am Freitag und die planmäßige Abfahrt am Samstag (jeweils 11:45 Uhr live bei Eurosport und discovery+) runden das Wochenende im Val Gardena schließlich ab.
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