Gurgl: Henrik Kristoffersen übt scharfe Kritik an Veranstalter - Marcel Hirscher widerspricht Norweger nach Slalom
Update 24/11/2024 um 15:48 GMT+1 Uhr
Henrik Kristoffersen hat sich nach seinem sechsten Platz beim Slalom-Weltcup im österreichischen Gurgl die Veranstalter vorgeknöpft und sie für die eisigen Verhältnisse auf der Piste scharf kritisiert. "Es ist eine Schande, dass sie es mit diesen Bedingungen durchziehen", polterte er im Interview bei Eurosport. Bis auf Triumphator Clément Noel hätten die Top-Fahrer allesamt "keine Chance" gehabt.
"Es ist eine Schande": Kristoffersen ätzt gegen Veranstalter
Quelle: Eurosport
"Es war richtig hart, ein echter Kampf", monierte Kristoffersen bei Eurosport. Die Schuld an diesem Umstand tragen laut dem 30-Jährigen alleinig die Veranstalter.
"Gestern war die Piste beim Rennen der Damen perfekt. Natürlich muss sie für uns mehr gewässert werden, aber das haben sie wirklich vermasselt", kritisierte er.
Bei einigen Toren sei der Untergrund zu glatt gewesen, andere Stellen seien hingegen zu aggressiv gewesen. "Deswegen hatten so viele Läufer im ersten Durchgang Probleme", vermutete Kristoffersen. 18 von 62 Startern schieden dort aus.
Diese Bedingungen bargen laut dem Norweger eine große Gefahr. "Für den Körper ist das richtig gefährlich, vor allem für die Knie ist das schrecklich", sagte der zweimalige Weltmeister.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/11/24/4065173-82441108-2560-1440.png)
"Eine Katastrophe": Straßer hadert mit Materialwahl
Quelle: Eurosport
Hirscher und Kristoffersen widersprechen sich
Um seine Vorwürfe mit weiteren Argumenten zu füttern, zog er auch das Scheitern von DSV-Athlet Linus Straßer als Beispiel heran. "Normalerweise ist Linus stark, wenn es eisig ist. Immerhin hat er Kitzbühel gewonnen. Bis auf Noel hatte heute aber kein Läufer aus den Top sieben eine Chance."
Neben der Leistung von Noel lassen aber auch die Aussagen von Marcel Hirscher, der bereits im ersten Durchgang gescheitert war, an der Argumentation von Kristoffersen zweifeln.
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/11/24/4065190-82441448-2560-1440.png)
Hirscher räumt nach Aus ein: "Mein Buch ist fast leer"
Quelle: Eurosport
"Das Wetter ist toll, die Pisten traumhaft und die Bedingungen sind genial", widersprach er seinem Van-Deer-Markenkollege Kristoffersen beim "ORF".
Vielmehr lenkte der 35-Jährige den Fokus auf die Materialabstimmung. "Es scheint schon so, dass der Grat, welches Setup auf diesen Verhältnissen funktioniert, immer krasser wird", sagte Hirscher im Interview mit Eurosport.
Der achtmalige Gesamtweltcupsieger suchte die Fehler zudem auch bei sich selbst. "Ich habe das selten in meinem Leben erlebt, dass ich so danebengestanden bin. Jetzt heißt es zusammenhalten und schauen, dass wir draufkommen, wie wir schneller werden", meinte Hirscher.
Das könnte Dich auch interessieren: "Eine Katastrophe": Materialpoker bei Straßer geht in die Hose
/origin-imgresizer.eurosport.com/2024/11/24/4065257-82442788-2560-1440.png)
Zweiter Sieg in Folge: Noel rettet kleinen Vorsprung ins Ziel
Quelle: Eurosport
Ähnliche Themen
Werbung
Werbung