Hermann Maier verrät: So veränderte ich den Ski-Weltcup - Österreicher mit kurioser Story
Vier Gesamtweltcupsiege, 54 Weltcupsiege, zwei Olympiasiege und viele weitere Erfolge - nur wenige haben den Alpinen Skisport so geprägt wie Hermann Maier. Doch nicht nur sportlich hat der Österreicher im Weltcup Spuren hinterlassen. Wie er in einem Interview mit dem "Blick" verriet, sind aufgrund seiner Initiative noch während seiner Karriere zwei Neuerungen im Weltcup eingeführt worden.
Hermann Maier zählte jahrelang zu den besten Skifahrern der Welt
Fotocredit: Getty Images
In einem Doppel-Interview mit dem amtierenden Gesamtweltcupsieger Marco Odermatt geriet Hermann Maier in Plauderlaune und erzählte zwei Anekdoten aus seiner Karriere, die letztlich sogar zu Neuerungen im Weltcup führten.
"Nachdem ich vor dem Riesenslalom in Val d’Isère disqualifiziert wurde, weil ich angeblich die Zeit für die Streckenbesichtigung überschritten hatte, wurde im Zielraum die offizielle Zeitnehmung für diese Besichtigung installiert", erzählte Maier dem "Blick". Bis zu diesem Zeitpunkt habe lediglich die Zeit von Renndirektor Günter Hujara gegolten.
Dieser Umstand sorgte jedoch beim besagten Riesenslalom in Frankreich für Ärger. "Ich habe damals zu ihm gesagt: 'Ich weiß ja nicht, welche Zeit deine Uhr anzeigt, vielleicht geht die ja ein paar Minuten vor'", erinnerte sich der Doppel-Olympiasieger von 1998 an die damalige Situation. Um solche Diskussionen zukünftig zu vermeiden, fiel die Entscheidung zugunsten einer offiziellen Zeitnahme.
Der zweiten Neuerung ging eine kuriose Begebenheit mit einer bekannten T-Shirt-Marke voraus. Weil er vor einem zweiten Lauf in Alta Badia seine Nummer vergessen habe, habe er sich von seinem Servicemann dessen "Hard-Rock-Cafe"-T-Shirt geliehen, erzählte Maier: "Wir haben es umgedreht, damit wir mit einem Filzstift die Nummer draufschreiben konnten."
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Quelle: Eurosport
Hermann Maier: "Duft ist mir die Nase hochgekrochen"
Diese selbstgebastelte Startnummer war zwar pragmatisch, weil er damit starten konnte, aber offenbar nicht ganz praktisch.
"Diese Eigenkonstruktion war allerdings nicht gerade windschlüpfrig, und der Duft ist mir während dem Fahren in die Nase gestochen", so der 49-Jährige.
Solche Probleme während der Fahrt gehörten jedoch fortan an der Vergangenheit an, denn als Reaktion auf Maiers Aktion wurden im Weltcup die Ersatz-Startnummern eingeführt.
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