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Ski Alpin - Joana Hählen fährt seit zwei Jahren mit gerissenem Kreuzband - Diagnose der Schweizerin sorgt für Aufsehen
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Publiziert 06/02/2024 um 22:25 GMT+1 Uhr
Die Diagnose von Skirennläuferin Joana Hählen hat in den letzten Tagen für Aufsehen gesorgt. Die Schweizerin, welche sich in der Abfahrt von Cortina d'Ampezzo am 27. Januar das rechte Knie verrenkte sowie eine Knochenprellung zuzog, ist anscheinend seit zwei Jahren mit einem gerissenen Kreuzband unterwegs. Das ergaben die Untersuchungen nach Hählens Lauf auf der Tofana.
Joana Hählen
Fotocredit: Imago
"Als es mich vor zehn Tagen in Cortina erwischte, spürte ich einen extremen Schmerz im rechten Bein. Die Diagnose lautete: Kreuzbandriss. Erst bei einem MRI in Zürich merkten die Ärzte, dass das Band schon seit zwei Jahren gerissen war", erklärte die Speed-Spezialistin in einem Interview mit dem "Blick".
Hählen war in der zweiten Abfahrt von Cortina d'Ampezzo zwar nicht gestürzt, hatte aber ihre Fahrt unter großen Schmerzen abbrechen müssen. Die 32-Jährige musste mit einer Art Rollstuhl aus dem Zielbereich abtransportiert werden.
"Ich kam mit einem geschwollenen Knie nach Zürich zurück. Der Chirurg stellte fest, dass mein vorderes Kreuzband schon im Dezember 2021 gerissen war, als er die neuesten Scans verglich. Es scheint, als wäre ich zwei Jahre lang ohne ein rechtes Kreuzband Ski gefahren (und sechs Jahre ohne Kreuzband im linken Knie)", schrieb die Schweizerin am Sonntag auf Instagram.
Für Hählen ist es nach 2011, 2014 und 2018 bereits die vierte Kreuzbandverletzung.
Hählen verzichtet auf Operation
"Da ich ohne Probleme wie zuvor Ski fahren konnte, macht es Sinn, so weiterzumachen. Ich mache eine umfassende Knie-Reha und mache täglich Fortschritte. In den nächsten Wochen sehen wir, wie mein Knie reagiert. Ich gehe es Schritt für Schritt an und das Wichtigste ist, wieder so gesund zu werden wie zuvor", begründete die Bernerin ihre Entscheidung gegen eine Operation.
Bei ihrem Kreuzbandriss im linken Knie vor sechs Jahren sei Hählen sich nicht sicher gewesen, ob Skifahren ohne Operation funktioniere: "Ich weiß noch, als wir im Trainingslager in Chile waren. Ich hatte Angst vor der Landung des Sprungs", gestand die Oberländerin gegenüber "Blick". Mit der Zeit habe sie allerdings gelernt, damit umzugehen. Im Training mache sie bei schwierigen Verhältnissen nun eine Fahrt weniger.
Dass die Schweizerin auch mit beschädigtem Kreuzband schnell sein kann, zeigte sie (unbewusst) im Dezember. In der Abfahrt von Val d'Isère fuhr Hählen souverän auf Platz zwei, im Super-G tags drauf auf Rang sechs. Im Abfahrts-Weltcup liegt sie derzeit auf dem neunten Platz.
Aktuell arbeitet die 32-Jährige in Magglingen an ihrem Comeback. Wenn sie sich wohlfühle, werde sie Anfang März im norwegischen Kvitfjell in den Weltcup zurückkehren. "Ich bin überwältigt von all der Unterstützung. Ich brauche viel Energie, um mich zu erholen und so schnell wie möglich zurück zu kommen."
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Alpine skiing - Interview Feller in english
Quelle: Eurosport
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