Julia Scheib nach kleiner Kristallkugel emotional - Österreicherin über schweren Weg an die Spitze im Riesenslalom

Julia Scheib hat ihre herausragende Riesenslalom-Saison mit einem emotionalen Statement gekrönt. Die Österreicherin, die sich die kleine Kristallkugel bereits vorzeitig gesichert hatte, meldete sich nach ihrem Triumph auf "Instagram" zu Wort und gewährte dabei einen tiefen Einblick. Die Österreicherin spricht darin offen über Rückschläge und Zweifel auf ihrem Weg an die Spitze.

Scheib exklusiv über mentale Stärke und ihre Zukunft im Super-G

Quelle: Eurosport

"Das bedeutet mit mehr als nur die Trophäe", schrieb die 27-Jährige und machte klar, welchen Stellenwert der Gewinn der Disziplinenwertung für sie hat. Über Jahre habe sie auf diesen einen Moment hingearbeitet, "aber der Weg hierher war alles andere als einfach."
Die ÖSV-Athletin schilderte offen die schwierigen Phasen ihrer Karriere: Zeiten, "in denen nichts funktioniert hat", in denen ihr Körper nicht so reagierte wie erhofft und sie weit von ihrer Bestform entfernt war.
Zweimal riss sie sich das Kreuzband, zudem zog sie sich eine Meniskusverletzung zu und wurde immer wieder durch Krankheiten wie Pfeiffersches Drüsenfieber oder Rückschläge im Wettkampf zurückgeworfen. Zuletzt stürzte Scheib im Januar 2025 beim Weltcup-Riesenslalom am Kronplatz, als sie auf Bestzeitkurs lag.
"Ich habe mich gefragt, ob ich jemals wieder dieses Level erreichen kann", erklärte die Österreicherin. Die Rückschläge, Verletzungen und schleppender Fortschritt seien ein Teil ihres Weges gewesen, "den man nicht immer sieht."

Scheibs Durchhaltevermögen zahlt sich aus

Nach mehreren Operationen und intensiver Reha feierte Scheib 2022 ihr Comeback. Umso bedeutender sei der Erfolg heute: "Ich bin drangeblieben. Nicht immer perfekt, nicht immer voller Selbstvertrauen - aber konsequent."
Genau das mache die Kugel so besonders, betonte Scheib, denn sie stehe nicht nur für ihre Siege, sondern auch "für all die Tage, die nicht nach Gewinnen ausgesehen haben". Ihr Dank gilt dabei vor allem ihrem Team, ihrer Familie und allen Unterstützern, "die an mich geglaubt haben, als ich selbst gezweifelt habe."

Riesenslalom-Winter vorzeitig gekrönt

Sportlich hatte die Weltcup-Siegerin die Entscheidung bereits mit ihrem Sieg im schwedischen Are herbeigeführt. Mit fünf Erfolgen und zwei Silberrängen dominierte sie den Riesenslalom-Winter und war vor dem Finale in Lillehammer uneinholbar. Dort fuhr sie im letzten Saisonrennen hinter Valérie Grenier und Mina Fürst Holtmann auf Rang drei.
Scheib ist die erste Österreicherin seit zehn Jahren, die die Riesenslalom-Kugel gewinnt. Mit 720 Punkten und klarem Vorsprung auf die Schweizerin Camille Rast (511) war ihr Triumph schon vor dem Saisonfinale perfekt.
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Run of the day: Scheib gelingt Riesenslalom-Coup

Quelle: Vredestein


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