Inzwischen hat der Schweizer Skiverband eine erste Diagnose mitgeteilt. Demnach habe sich der Ski-Rennfahrer bei seinem Sturz eine Gehirnerschütterung, einen Bruch des rechten Schlüsselbeines sowie einen Riss des Kreuz- und Innenbandes im rechten Knie zugezogen hat. Die Saison ist für den 26-Jährigen damit vorzeitig beendet. Beim extrem weiten Zielsprung hatte er mit einer Geschwindigkeit von rund 140 km/h die Kontrolle verloren und war schwer auf die harte Piste gekracht.

Der ohnehin tückische Zielsprung, an dem Feuz' Teamkollege die Kontrolle verlor und nach einem viel zu weiten Flug mit dem Kopf voraus aufschlug, "ist schon seit Tagen ein Thema", berichtete der Schweizer. Der Sprung "geht einfach zu weit, ich bin da auch 60, 70 Meter weit rausgesegelt, das muss nicht sein, das soll nicht sein", sagte Feuz, der in Kitzbühel bisher viermal Zweiter geworden war: "Solche Bilder will man nicht sehen."

Kitzbühel
Schwerer Sturz auf der Streif: Sorge um Schweizer Kryenbühl
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Auch Ryan Cochran-Siegle war zuvor gestürzt. Der Amerikaner erlitt nach Angaben des US-Team aber wohl keinen schwerwiegenden Verletzungen.

Feuz musste derweil lange auf den Sieg in der 500. Abfahrt der Weltcup-Geschichte warten - wegen starker Winde wurde das Rennen immer wieder unterbrochen, erst über drei Stunden nach seiner Fahrt war der Triumph offiziell. Nach den für eine Wertung notwendigen 30 Startern wurde die Abfahrt dann von der Jury abgebrochen, 25 Athleten standen zu diesem Zeitpunkt noch am Starthaus, darunter Manuel Schmid.

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Bester Deutscher der aus Wengen nach Kitzbühel verlegten Abfahrt war Andreas Sander auf Rang fünf mit 0,95 Sekunden Rückstand zum Sieger.

Romed Baumann, Dominik Schwaiger und Josef Ferstl rundeten auf den Rängen acht, zwölf und 13 das beste Mannschaftsergebnis für den Deutschen Skiverband (DSV) in "Kitz" ab. Drei Deutsche hatten sich zuvor nur einmal unter den ersten Zwölf einer Abfahrt platziert: 1990 in Schladming kamen Stefan Krauss, Markus Wasmeier und Hansjörg Tauscher auf die Plätze sechs, neun und zehn.

Besonders bemerkenswert war in Kitzbühel die Leistung von Schwaiger, der bei miserabler Sicht und nach langer Wartepause am Start mit Startnummer 26 sein zweitbestes Ergebnis bei einem Anfahrt einfuhr. "Ich bin voll und ganz zufrieden für die Verhältnisse", sagte er.

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