Streif 2022: Kitzbühel-Präsident Michael Huber spricht über Zuschauerbeschränkungen und Rekord-Preisgeld

Der Präsident der Rennen in Kitzbühel, Michael Huber, äußert sich zum gezwungenermaßen niedrigen Fanaufkommen und dem bislang höchstdotierten Preisgeld bei der am 21. Januar beginnenden Streif. "Natürlich blutet einem da schon das Herz. Und vor allem die Herzen der vielen tausenden Fans, die gerne live in Kitzbühel dabei gewesen wären, werden bluten“, sagte Huber im Interview mit der "Krone".

Michael Huber äußert sich zu den bevorstehenden Rennen in Kitzbühel

Fotocredit: Getty Images

Die Entwicklung um die Anzahl der zugelassenen Zuschauer nahm aufgrund der pandemischen Lage im Dezember einen rasanten Lauf.
Anstelle der üblichen 50.000 Zuschauer war zu Dezember-Beginn immerhin noch die Hälfte der Besucher erlaubt. Ab dem 8. Dezember waren dann lediglich 4.000 Zuschauer pro Tag erlaubt und seit dem 22. Dezember ist klar, dass nur 1.000 Zuschauer das Gelände betreten dürfen.
In der Schweiz hingegen gestaltete sich die Zuschauerlage etwas lockerer. Bei den Rennen in Adelboden und Wengen waren Zehntausende Zuschauer vor Ort. Für die Schweizer Nachbarn freute sich Huber. "Andere Länder, andere Sitten, könnte man da sagen. Ich freue mich für unsere Schweizer Freunde, gratuliere ihnen zu diesen Rennen, da ist kein Neid dabei", sagte er.
Der Präsident des Turniers freute sich auch, dass die Zuschauerränge in Kitzbühel nicht ganz leer bleiben würden. Er erklärte, "Immerhin bekommen die Sportler wieder zumindest von 1000 Zuschauern ihren verdienten Applaus. Sie sind ja wie Schauspieler, sie sehnen sich nach dieser Anerkennung."

Rekord-Preisgeld als besonderes Zeichen

Die Skirennfahrer und -Rennfahrerinnen können sich auf saftige Preisgelder freuen. Mit einer Millionen Euro wird eine Rekordsumme an Preisgeld für die drei Rennen ausgeschüttet. Für Huber hat das eine ganz besondere Bedeutung. "Ich habe noch immer ein Gespräch mit dem legendären Toni Sailer in bester Erinnerung. Der sagte einst zu mir: 'Michi, kein Skifahrer der Welt will hier wegen des Geldes gewinnen. Aber der internationale Stellenwert einer Sportveranstaltung wird ganz einfach am Preisgeld gemessen!'", sagte er und ergänzte: "Und auf Basis dieses Gesprächs handle ich nach wie vor. Die Leistung, die diese Athleten hier bringen, kann gar nicht hoch genug wertgeschätzt werden. Aber das hohe Preisgeld ist eben dann doch eine besondere Art der Wertschätzung für diese Helden."
Das könnte Dich auch interessieren: Jamaika erstmals mit drei Bobs bei Olympia dabei
picture

"Vorfreude ist riesig": Dürr fiebert Olympia entgegen

Quelle: SID

Mehr als 3 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung