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Weltcup in Kitzbühel: Dave Ryding feiert historischen Sieg als erster Brite im Slalom-Weltcup
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Publiziert 22/01/2022 um 13:30 GMT+1 Uhr
Der Klassiker in Kitzbühel endet mit einer Sensation: Dave Ryding feiert am Ganslernhang einen historischen Sieg als erster Brite im Slalom-Weltcup. Der 35-Jährige kämpfte sich mit einem ganz starken zweiten Lauf auf Platz eins, nachdem er im ersten Durchgang Sechster gewesen war. Linus Straßer musste sich als bester Deutscher mit Rang 14 begnügen, Anton Tremmel wurde 17.
Der Slalom zur Sensation: Rydings 2. Lauf in Kitzbühel
Quelle: Eurosport
Linus Straßer legte den Kopf in den Nacken und schrie seinen Frust über diesen vermaledeiten Ganslernhang in das Schneetreiben von Kitzbühel. "Du Schweinsberg!" Platz 14 beim Sensationssieg des Briten Dave Ryding beim Klassiker in der Gamsstadt - "ich bin zu sicher gefahren, habe zu viel gebremst", klagte Straßer.
Im Zielraum haderte er noch lange mit seinem viel zu verhaltenen Auftritt auf dem "mit Abstand schwierigsten Hang im Weltcup". Doch als Ryding durch den Flockenwirbel ins Tal tanzte, merkte auch der Münchner auf. Der 35-Jährige aus dem nordenglischen Städtchen Chorley nutzte das Favoritensterben und fuhr als erster Brite in 45 Jahren Weltcup zum Sieg - und das am "heiligen Berg" der Ski-Nation Österreich.
"Es war eine lange und wahnsinnige Reise", sagte Ryding, der vor fünf Jahren in Kitz hinter dem rot-weiß-roten Nationalhelden Marcel Hirscher schon einmal Zweiter war und zwei weitere Podestplätze eingefahren hat. Mit seinem Husarenritt rührte er nicht nur seinen früheren Konkurrenten Felix Neureuther zu Tränen. "Ich habe ein bisschen Pippi in den Augen", sagte der "ARD"-Experte, "das ist gewaltig und emotional."
Rydings Trainer Jai Geyer warf sich weinend in den Schnee und schluchzte: "Er hat's geschafft! Ich kann es nicht glauben!" 100.000 Euro Prämie und die goldene Gams gab es für den historischen Triumph, doch Ryding hatte ein Problem: Wo nur sollte er feiern? "Die Kneipen machen ja früh zu", sagte er angesichts der Corona-Sperrstunde um 22:00 Uhr.
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Tränen beim Trainer: Große Emotionen bei Geyer nach Ryding-Hammer
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Kitzbühel: Slalom-Stars patzen in Serie
Die deutschen Läufer hatten andere Sorgen. Von sechs Startern kam neben Straßer nur Anton Tremmel als 17. in die Punkte, doch auch er fuhr dort zu zaghaft: "Mir hat ein bisschen der Mut gefehlt", gab er nach seinem besten Saisonergebnis zu. Dabei ist es ja "nichts Neues", dass der Ganslernhang eine große Herausforderung darstellt, wie Alpinchef Wolfgang Maier meinte.
Kommen noch dichtes Schneetreiben und, wie diesmal im Finale, eine knifflige Kurssetzung hinzu, scheitern selbst die Top-Stars. Von den vier Besten nach dem ersten Lauf kam keiner in die Top 10, elf von 30 Finalisten schieden aus. Ryding fuhr von Platz sechs nach vorne und lag am Ende vor den Norwegern Lucas Braathen und Henrik Kristoffersen.
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"Das waren die Nerven": Vinatzer vergibt Siegchance, Ryding feiert
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Straßer verbesserte sich um drei, Tremmel sogar um 13 Plätze. Beide einte die Erkenntnis, dass die jüngsten Ausfälle ihnen die Angriffslust genommen hatten. Manchmal, meinte Straßer, "muss man ein Rennen taktisch fahren und ein Resultat runterbringen". Und so sei bei ihm "zu viel Hirn" dabei gewesen.
Neureuther vermisste ein wenig "Renn-Cleverness". Eine letzte Chance, sich diese vor Olympia in Peking (4. bis 20. Februar) zu erarbeiten, hat der 29-jährige Straßer am Dienstag beim "Night Race" in Schladming.
Shiffrin adelt Ryding: "Hat heute eine Menge kleiner Skifahrer inspiriert"
"Ich bin erstaunt und beeindruckt von Daves Lauf, aber auch nicht überrascht. Er ist seit Jahren einer meiner Lieblings-Slalomfahrer und es ist einfach unglaublich, ihn heute siegen zu sehen. Das ist eine besondere Leistung, die beweist, dass man die Spitze erreichen kann, auch wenn man nicht in einem leistungsstarken Skirennland aufgewachsen ist", schwärmte Mikaela Shiffrin exklusiv bei Eurosport und betonte:
"Er hat heute eine Menge kleiner Skifahrer inspiriert."
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Straßer flucht im Ziel: "Du Schweinsberg!"
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