Ski Alpin in Kitzbühel: Slalom-Sieg für Linus Straßer am Ganslernhang - DSV-Star feiert Weltcup-Triumph

Linus Straßer hat den Weltcup-Slalom von Kitzbühel gewonnen und am Ganslernhang den größten Triumph seiner Karriere gefeiert. Von Platz vier nach dem ersten Durchgang gelang dem DSV-Star mit der Bestzeit im Finallauf noch der Sprung an die Spitze. Hinter Straßer belegten Kristoffer Jakobsen aus Schweden (+0,14 Sekunden) und Daniel Yule (Schweiz/+0,20) die weiteren Plätze auf dem Podium.

Straßer stürmt zum Slalom-Sieg: Die Highlights aus Kitzbühel

Quelle: Eurosport

Linus Straßer sank am Fuße seines "Hausbergs" auf die Knie und genoss den so lange ersehnten Triumph. Eine Gams hatte er auf dem "Schweinsberg", wie er den Ganslernhang in Kitzbühel wegen dessen Tücken scherzhaft nennt, endlich mal holen wollen - nun war es sogar die goldene Trophäe geworden. Dazu gab's 100.000 Euro Siegprämie und Freudentränen.
"Ich weiß nicht, was ich sagen soll", gestand Straßer beim Siegerinterview im Ziel, "I fucking made it!"
Der 31 Jahre alte Münchner hatte in Österreichs Ski-Mekka nach dem ersten Lauf 0,40 Sekunden hinter Überraschungsmann Jakobsen zurückgelegen, dann im packenden Showdown aber furios vorgelegt und sich uneinholbar in Führung gecarvt.
"Jetzt schließt sich der Kreis der Geschichte. Es ist erledigt, ich habe es geschafft. Es war mein Kindheitstraum, hier zu gewinnen - und ich habe immer an diesen Traum geglaubt", jubelte Straßer am Eurosport-Mikrofon. "Die Mission ist, eine Gams zu gewinnen, habe ich gestern bei der Startnummernauslosung gesagt. Der Sieg muss kommen und heute ist er zu mir gekommen."
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Straßer im Sieger-Interview: "Es war mein Kindheitstraum"

Quelle: Eurosport

Heimsieg für Straßer bei Slalom in Kitzbühel

Auf dem Ganslern hat Straßer dereinst das Skifahren erlernt, zudem wohnt der 31 Jahre alte gebürtige Münchner gleich nebenan in Kirchberg. Und Kitzbühel ist Kitzbühel, auch, weil die Sieger dort mit ihrem Namen auf einer Gondel der Hahnenkamm-Bahn verewigt werden.
"Linus hat es immer wieder gesagt, du musst loslassen an diesem Hang. Du musst es passieren lassen. Heute ist es passiert. Wir vergönnen es dir, deiner Familie und dem DSV von ganzem Herzen, bei dem schönsten Rennen der Saison ganz oben zu stehen", feierte Eurosport-Experte Fritz Dopfer den Erfolg seines langjährigen Mannschaftskollegen.
Vor Straßer hatten auf dem berühmten "Ganslernhang" aus DSV-Sicht nur Felix Neureuther (2010 und 2014), Armin Bittner (1989) und Neureuthers Vater Christian (1979) gewonnen. Für Straßer war es der vierte Sieg im Weltcup, der dritte in einem Slalom nach Zagreb 2021 und Schladming 2022.
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Straßer bekommt Goldene Gams: Siegerehrung und Hymne

Quelle: Eurosport

Tränen bei Straßer nach Kitzbühel-Sieg

Bei Felix Neureuthers erstem Sieg vor 14 Jahren war Straßer, einst Mitglied des Kitzbüheler Ski-Clubs, Vorläufer am Ganslern gewesen, diesmal hatte er schon am Morgen ein gutes Gefühl: Er saß bei der Liftfahrt zum Start in einem Sessel mit Neureuthers Siegerzeit von 2014 und der deutschen Flagge darauf: "Ich habe für mich gedacht: gutes Zeichen", sagte er in der "ARD".
"Die Tränen sind schon geflossen", gestand er danach: "Ich bin schon vor Wengen sehr gut Ski gefahren. Ich habe es auch zu meiner Frau gesagt, als sie mich fragte, ob ich nervös bin: Nein, überhaupt nicht. Ich stehe so gut am Ski und fahre so gut wie noch nie. In Wengen war ich sehr schnell, aber es ist leider nicht ausgegangen. Das ist das mentale Game: Trotzdem daran zu glauben, dran zu bleiben und nicht zurückzuziehen." Das gelang ihm an diesem Sonntag in Kitzbühel in Perfektion.
(mit SID)
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Kitzbühel-Ekstase! Straßer siegt sensationell am Ganslernhang

Quelle: Eurosport

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