Ski-Weltcup in Kitzbühel: Franzoni glänzt im Training - Odermatt von Italiener beeindruckt, Kilde sagt Streif-Start ab

Giovanni Franzoni war auch beim zweiten Abfahrts-Training auf der legendären Streif in Kitzbühel der Schnellste - ein Kunststück, das ihm auch am Lauberhorn in Wengen gelang. Der Italiener bestätigte damals seine Topform, die er schon vom Heimrennen in Gröden mitbrachte, mit dem Sieg im Super-G und Platz drei in der Abfahrt. Die Konkurrenz um Dominator Marco Odermatt ist gewarnt.

Franzoni macht nächste Ansage auf der Streif: Bestzeit im Training

Quelle: Eurosport

"Sein Grundspeed momentan erinnert stark an Cyprien Sarrazin vor zwei Jahren", erklärte Odermatt gegenüber dem "ORF", der Schweizer wurde Neunter im zweiten Training. "Er hatte damals auch in Gröden ein Erfolgserlebnis und war von diesem Zeitpunkt an schwer zu bezwingen. Jetzt dasselbe mit Giovanni."
Die Parallelen sind tatsächlich vorhanden. Sarrazin ging als recht unbeschriebenes Blatt in die Speed-Saison 2023/24 und wurde im Grödnertal zweimal Vierter. Anschließend gewann er die Abfahrt in Bormio, wurde in Wengen Zweiter und Erster und dominierte beide in jenem Jahr ausgetragenen Abfahrten auf der Streif. Ein Omen für Franzoni?
"Er hat in Wengen fast die ganze Woche hinweg dominiert und ist hier in Kitzbühel in zwei Trainingsläufen mit Abstand der Schnellste", sagte Odermatt "Es wird sicher wieder schwierig, ihn zu schlagen. Franzoni kommt vom Riesenslalom, das sieht man, das hilft. Er kann die Schwünge noch enger fahren als ich. Es ist für viele Abfahrer schwer, das besser zu machen."
Beim zweiten Training war Franzoni 0,09 Sekunden schneller als Nils Alphand aus Frankreich und 0,29 als der Österreicher Stefan Babinsky. Dahinter landete "Altstar" Christof Innerhofer vor Alexis Monney, der im vergangenen Jahr Zweiter hinter Überraschungssieger James Crawford wurde.

Franzoni lässt Topfavoriten hinter sich

Odermatt landete direkt vor Kriechmayr, der beste Deutsche war Simon Jocher auf Platz 13. Die Ergebnisse sind nur bedingt aussagekräftig, einige Fahrer lassen Tore aus oder richten sich deutlich vorm Ziel auf.
Franzoni zog durch - wie schon in den Trainings in Wengen, was sich dann auch im Rennen auszahlte. Der 24-Jährige mausert sich zu einem Topfavoriten auf der berühmtesten Abfahrtsstrecke der Welt.
"Ich versuche im Training das richtige Tempo zu spüren, wie im Rennen", sagte der Italiener dem "ORF". "Ich will Tag für Tag Selbstvertrauen tanken und sehen, wie schnell ich bin. Am ersten Tag nach dem Rennwochenende in Wengen war ich ziemlich müde. Aber ich habe im Sommer gut und hart trainiert - ich bin gut vorbereitet."
An einigen Stellen sieht Franzoni aber sogar noch Verbesserungspotenzial: "In einigen Teilabschnitten bin ich ans Limit gegangen. Allerdings habe ich heute eine neue Linie im Steilhang probiert, die nicht so gut war. Auch mit den Sprüngen bin ich nicht glücklich. Mit dem Mittelteil und der Hausbergkante war ich sehr zufrieden."
Nicht am Start stehen wird in Kitzbühel hingegen der Norweger Aleksander Kilde, der wegen Rückenschmerzen auf die Abfahrt am Samstag (live bei Eurosport, im Livestream bei HBO Max und im Liveticker ab 11:30 Uhr) verzichten muss, wie er auf Instagram verkündete.
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Spektakuläre Bilder: Abfahrt auf der Streif aus Fahrerperspektive

Quelle: Eurosport


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