Wieder den Sieg am Hahnenkamm verpasst: Zweiter Platz auf der Streif schmerzt Marco Odermatt besonders - Feuz macht Hoffnung
Publiziert 24/01/2026 um 18:52 GMT+1 Uhr
Wieder hat es nicht geklappt mit dem Sieg auf der Streif: Einmal mehr muss der Ski-Dominator schlechthin, Marco Odermatt, bei der berühmten Hahnenkamm-Abfahrt zurückstecken - sieben Hundertstel trennten ihn und Sieger Giovanni Franzoni am Ende. Über seine Tränen auf dem Podest ärgerte sich der 28-Jährige, doch ein anderer Schweizer macht ihm Hoffnung für die Zukunft.
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Quelle: Eurosport
Als sein Name gerufen wurde und er auf den zweiten Platz des Stockerls stieg, konnte Marco Odermatt die Tränen kaum unterdrücken. Gequält winkte er den jubelnden Fans zu, die Stöcke in der einen, die Ski in der anderen Hand.
Zum Feiern war dem 28-jährigen Schweizer nicht zumute. Platz zwei fühlte sich an wie eine Niederlage. Der Odermatt-Fluch auf der Streif geht weiter.
"Heute gab es für mich nur den Sieg. Alles andere, das wusste ich im Vorhinein, wird eine Enttäuschung sein", sagte er nach dem Rennen im "ORF". "Da ist der Zweier nicht das, was man sehen will."
Für Odermatt war es freilich kein Trost, dass er nun zum 100. Mal im Weltcup auf dem Podium stand. Das haben nur vier Skifahrer vor ihm erreicht. Das Objekt der Begierde ist der Abfahrtssieg in Kitzbühel. Fast alles andere hat der erfolgreichste Skirennläufer der vergangenen Jahre schon erreicht. Die goldene Gams der Abfahrt, sie fehlt ihm in der Vitrine.
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Quelle: Eurosport
Sieben Hundertstel trennen Odermatt vom Sieg
Auch der erste Platz im Super-G am Freitag ist nur Beiwerk. Odermatt hätte der erste Fahrer seit Didier Cuche 2010 werden können, der Super-G und Abfahrt an zwei aufeinanderfolgenden Tagen gewinnt.
Mit seinem 54. Weltcupsieg hätte er zudem zu Hermann Maier aufgeschlossen. So schämte sich Odermatt wenig über den zweiten Platz - und über seine Tränen.
"Ich fühle mich blöd, wenn ich mit einem zweiten Platz enttäuscht bin. Von Kollegen getröstet werden, die weniger erreicht haben, fühlt sich blöd an", gestand er nach dem Rennen.
Das lange Warten auf den Streif-Sieg: Vorbild Beat Feuz
Für Odermatt war es ein Déjà-vu, nachdem er bereits 2025 den Super-G gewonnen und den Abfahrtssieg verpasst hatte. Damals gab es Vermutungen, er habe sich nach dem ersten Rennen zu sehr verausgabt.
Aller Enttäuschung zu Trotz: Mit 28 hat Odermatt noch genügend Zeit für den ersehnten Streif-Sieg am Samstag. Maxence Muzaton, der sich überraschend Platz drei sicherte, ist schon 35 Jahre alt.
Sein früherer Teamkollege Beat Feuz benötigte elf Anläufe am Hahnenkamm, bevor er dort in der Abfahrt triumphieren konnte. Schließlich gewann er das Rennen gleich dreimal. Odermatt steht bei zehn Anläufen. Gute Voraussetzungen also für den hungrigen Schweizer.
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