Abfahrt in Kitzbühel: Giovanni Franzoni siegt - Marco Odermatt wieder auf Streif geschlagen und bitter enttäuscht
Update 24/01/2026 um 15:38 GMT+1 Uhr
Die Abfahrt in Kitzbühel wurde zum Krimi bis zur letzten Sekunde auf der eisigen Streif - abermals mit dem schlechteren Ende für Marco Odermatt, den großen Dominator im Ski-Weltcup. Der junge Italiener Giovanni Franzoni sicherte sich den Sieg beim berühmtesten Abfahrtsrennen der Welt, der Schweizer war einmal mehr geschlagen. Am Ende entschieden sieben Hundertstel über den Sieg am Hahnenkamm.
Highlights Abfahrt: Franzoni gewinnt Duell auf der Streif gegen Odermatt
Quelle: Eurosport
Ungläubig schlug sich Giovanni Franzoni die Hände vors Gesicht, als Marco Odermatt ins Ziel raste - und hinter ihm blieb: Der Shootingstar gewann die Abfahrt beim Hahnenkammrennen in Kitzbühel mit 1:52,31 Minuten.
Damit blieb der 24-Jährige sieben Hundertstel vor seinem größten Konkurrenten, dem jahrelangen Dominator Odermatt. Auf Platz drei raste überraschend der Franzose Maxence Muzaton, der mit Startnummer 29 den Stars noch bis auf 0,39 Sekunden nahekam.
Bereits als Zweiter war Franzoni auf die Streif gegangen, legte mit einem blitzsauberen Lauf vor und schob sich mit 1:52,31 Minuten direkt an die Spitze - von der ihn niemand mehr verdrängen konnte.
Für Odermatt, den seit Jahren erfolgreichsten Skirennläufer der Welt, setzt sich der Fluch fort: In Kitzbühel gewann der 28-Jährige noch nie den Abfahrtsklassiker. Dafür kürte er sich immerhin am Freitag im Super-G zum Sieger.
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Krimi um Abfahrtssieg: Odermatt fehlen Hundertstel auf der Streif
Quelle: Eurosport
Franzoni fährt für verstorbenen Teamkollegen
Für Senkrechtstarter Franzoni war der Sieg am Hahnenkamm ganz besonders emotional: Der Italiener fuhr einmal mehr für seinen im September beim Training verunglückten Kollegen Matteo Franzoso.
"Ich war super aufgeregt vor dem Start heute. Ich habe an Matteo gedacht und ich wollte heute auch für ihn fahren und schnell sein", sagte er nach dem Rennen. "Es ist einfach verrückt, erst das erste Podium mit dem Sieg in Wengen und jetzt der Sieg hier – ich weiß gar nicht, was ich sagen soll."
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Franzoni analysiert seinen Lauf - und kann sein Glück kaum fassen
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Frustriert hingegen zeigte sich Odermatt, der sich nach dem Sieg am Freitag mehr erhofft hatte: "Für mich gab es heute nur eins: den Sieg. Alles andere war von vornherein schon klar, dass es eine Enttäuschung sein wird", sagte er nach dem Rennen im ORF.
"Da ist der Zweier nicht das, was man sehen will. Es schmerzt fast noch mehr, wenn es nach einem perfekten Lauf, bei dem alles gepasst hat, wieder um ein paar Hundertstel nicht reicht."
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Odermatt emotional: Streif-Siegerehrung sorgt für große Gefühle
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Österreicher enttäuschen - starkes Rennen von Vogt
Vincent Kriechmayr hatte beim Heimrennen auf einen vorderen Platz gehofft, fuhr aber fast anderthalb Sekunden nach Franzoni ins Ziel. Mit Rang 13 war er noch der beste Österreicher.
Stefan Babinsky, der im Super-G am Freitag überraschend mit Platz zwei aufs Podium fuhr, war weit hinter seinem Landsmann Kriechmayr mit Platz 34.
Für ein spätes Ausrufezeichen sorgte der Deutsche Luis Vogt, der mit seinem Ritt anfangs ganz nach vorn raste und erst gegen Ende des Rennens Zeit verlor. 0,95 Sekunden hinter Franzoni bedeutete Rang acht.
"Ich habe versucht zu fighten bis ins Ziel", sagte der 23 Jahre alte und zwei Meter lange Vogt, der erst mit Startnummer 40 ins Rennen gegangen war. "Unten wäre sicherlich noch ein bisschen was besser zu machen gewesen. Aber ich muss mir noch Reserve lassen für nächstes Jahr", ergänzte der Garmischer, der seine Füße mit der Größe 50 in Skischuhe der Größe 47 pressen muss, mit einem verlegenen Lächeln. 0,56 Sekunden fehlten ihm am Ende zu einem Platz auf dem Podest.
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Vogt sorgt für Ausrufezeichen: "Der Junge zeigt, was drin ist"
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Romed Baumann reihte sich außerhalb der Top 20 ein. Mit 1:54.95 Minuten belegte am Ende Rang 43. Simon Jocher kam mit einer Zeit von 1:54.30m ins Ziel und wurde 30.
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(mit SID)
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Fehler auf Kurs zur Bestzeit: Von Allmen lässt Franzoni jubeln
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