Marco Schwarz im Exklusiv-Interview über Stärken im Riesenslalom und Probleme im Slalom - "bin schlampig Ski gefahren"
Update 26/01/2026 um 17:45 GMT+1 Uhr
Marco Schwarz erlebt bisher eine Saison mit Licht- und Schattenseiten. Im Riesenslalom konnte er schon einen Sieg und einen weiteren Podestplatz einfahren, auch im Super-G hat er schon gewonnen, aber im Slalom konnte er noch nicht an die Leistungen vor seiner schweren Knieverletzung im Dezember 2023 anknüpfen. Im Exklusiv-Interview spricht er über seine bisherige Saison und seine Ziele.
Schwarz exklusiv: "Nicht so viel nachdenken kann Schlüssel sein"
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"Ich sehe die Saison positiv, aber auch durchwachsen, im Januar war es etwas schwierig mit den Ausfällen in Adelboden und Kitzbühel", sagte Schwarz im Interview mit Eurosport-Expertin Victoria Rebensburg. "Im Slalom geht es mir noch nicht so leicht von der Hand, wie ich es gerne hätte, aber ich bin überzeugt, dass mein Schwung in allen Disziplinen sehr schnell ist."
Sein bestes Slalom-Ergebnis erzielte Schwarz in dieser Saison Mitte Dezember in Val d’Isere als Achter. Ganz anders lief es bislang im Riesenslalom. Nach Platz zwei zum Auftakt in Sölden folgte ein vierter Platz in Copper Mountain. Nach einer schwächeren Phase gewann er das Rennen in Alta Badia.
"Ich bin sehr zufrieden mit dem Riesenslalom", sagte Schwarz. "Zweiter in Sölden, Vierter in Copper Mountain, das war cool. Dann hab ich einen leichten Hänger gehabt, da bin ich einfach schlampig Ski gefahren. Vor Alta Badia haben wir den Hebel nochmal angesetzt, dass ich sauber Ski fahre. Das Highlight war dann der Sieg dort."
In der Saison 2020/21 gewann der Österreicher die kleine Kristallkugel im Slalom, seit seinem Comeback von einem Kreuzbandriss konnte er das so bisher nicht abrufen. "Seit der Verletzung bin ich nicht in den richtigen Flow gekommen", erklärte er im Interview. "Aber ich bin überzeugt, dass ich nach wie vor einen schnellen Slalomschwung fahren kann. Ich muss das Selbstvertrauen ein wenig erzwingen, darf nicht so viel nachdenken. Das kann auch ein Schlüssel sein."
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"Verzweiflung" nach Aus in Kitzbühel
Damit sieht er seine Aussichten schon wieder etwas nüchterner als unmittelbar nach seinem Aus am Ganslernhang in Kitzbühel. "Ich muss ehrlich sagen, dass die Liebe zum Slalom in letzter Zeit ein wenig übergeschwappt ist in Verzweiflung", sagte er gegenüber der "Kleinen Zeitung". "Das tut irrsinnig weh."
Grundsätzlich bleibt der 30-Jährige aber selbstbewusst in seine Fähigkeiten, auch vor den beiden Nachtrennen in Schladming (27. und 28. Januar, ab 17:45 Uhr live auf Eurosport und HBO Max).
"Wenn ich mein Skifahren umsetzen kann, dann passt auch die Platzierung", sagte Schwarz. "Natürlich will ich immer ums Podium und den Sieg mitfahren. Wenn ich zeigen kann, was ich draufhabe und meine Schwünge abrufe, dann bin ich happy."
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