Korruptionsskandal um Ex-Verbandspräsident Vedran Pavlek erschüttert Kroatien - 30 Millionen Euro veruntreut
Update 05/04/2026 um 09:09 GMT+2 Uhr
Der kroatische Skiverband wird aktuell von einem Korruptionsskandal erschüttert. Im Mittelpunkt steht dabei der ehemalige Skifahrer und Verbandschef Vedran Pavlek. In den vergangenen zwölf Jahren soll der Olympiateilnehmer von 1998 den Verband um mindestens 30 Millionen betrogen haben. Laut kroatischer Medien hatte sich Pavlek ins Ausland abgesetzt und war in Istanbul festgenommen worden.
Der ehemalige kroatische Skiverbandspräsident Vedran Pavlek steht unter Korruptionsverdacht
Fotocredit: Getty Images
In Zagreb fand zur selben Zeit eine Anhörung vor Gericht statt. Neben dem 52-Jährigen, der Mitte März als Verbandspräsident zurückgetreten war, wurde für vier weitere Verdächtige, ebenfalls Mitarbeiter im Verband, eine Untersuchungshaft von einem Monat angeordnet.
Wie das Portal "Sportklub - N1" berichtet, landete rund ein Drittel der veruntreuten Summen direkt bei Pavlek, der das Geld auf ausländischen Konten einzahlte.
Laut USKOK (kroatisches Amt für Korruptions- und organisierte Kriminalitätsbekämpfung) leitete der ehemalige Weltcupstarter eine international operierende Gruppe, die unter anderem in Österreich, Spanien, Russland und der Schweiz Scheingeschäfte tätigte.
Die Gelder des Verbands wurden dabei nach Informationen kroatischer Medien unter anderem für Luxusgüter und Schönheitsoperationen verwendet.
Die Staatsanwaltschaft soll derweil an einem internationalen Haftbefehl sowie einer schnellen Auslieferung von Pavlek arbeiten.
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