Kranjska Gora: Fritz Dopfer erklärt die 29 Ausfälle im Slalom - 25 Fahrer scheitern bereits im ersten Durchgang

Eurosport bei Google

Fritz Dopfer erklärt bei Eurosport.de die hohe Ausfallquote im ersten Durchgang des Weltcup-Slaloms im slowenischen Kranjska Gora. Von 68 Startern kamen 29 Fahrer nicht ins Ziel - das entspricht knapp 43 Prozent. Unter den Ausgeschiedenen fanden sich prominente Namen wie Linus Straßer und Lucas Pinheiro Braathen. Zwischen den Startnummern 56 und 62 erreichte sogar kein Athlet die Ziellinie.

Herber Rückschlag: Straßer scheitert nach 32 Sekunden im 1. Lauf

Quelle: Eurosport

Das Phänomen der vielen Ausfälle ist für Dopfer das Ergebnis einer Mischung mehrerer Faktoren.
Zum einen habe die Kurssetzung die Fahrer im ersten Durchgang, in dem gleich 25 Mann scheiterten, an zwei Stellen "vor besondere Herausforderungen gestellt", sagt der Vizeweltmeister von 2015.
"Bei beiden Passagen sind die Fahrer mit relativ hoher Geschwindigkeit angekommen. Danach haben sie aber eine hohe Flexibilität benötigt, weil sie direkt im Anschluss in eine eng gesetzte Kombination gekommen sind, die zusätzlich mit einem Geländeübergang garniert war", erläutert Dopfer.
Ein weiterer Grund seien die schwierigen Pistenverhältnisse gewesen, denn "der Schnee war insgesamt schnell, hatte aber mit Fortdauer des Laufes immer tiefere Spuren".

Dopfer: Wenige Einfädler, viele Ausfälle

Darüber hinaus, betont Dopfer, müssen die Fahrer außerhalb der Top 30, von denen 19 im ersten Lauf ausfielen, vermehrt ins Risiko gehen, um eine Chance auf das Finale zu haben.
  • Die Liste der 25 Ausfälle des ersten Durchgangs in Kranjska Gora
picture

Die Liste der Ausfälle im 1. Durchgang des Slaloms in Kranjska Gora war lang

Fotocredit: FIS

Dies sorgte dafür, dass "die Qualitätsunterschiede stärker zum Tragen gekommen". Am stärksten davon betroffen seien "die jüngeren Athleten, die noch Erfahrung im Risikomanagement sammeln müssen".
Die geringe Anzahl an Einfädlern sei angesichts der warmen Bedingungen und der nachlassenden Spuren nicht verwunderlich gewesen, befand Dopfer, der stattdessen die Menge an "vermehrten Highsidern und Ausrutschern über den Innenski" herausstellte.
picture

"Jetzt ist er raus": Pinheiro Braathen scheitert im 1. Lauf

Quelle: Eurosport

Im zweiten Lauf, in dem bekanntermaßen nur die Top 30 am Start war, ging die Ausfallquote dann runter.
In Marco Schwarz (Österreich), Daniel Yule (Schweiz), Alexander Steen Olsen (Norwegen) und Samuel Kolega (Kroatien) forderte die Strecke aber weitere prominente Opfer.
Der Sieg ging letztlich an den Norweger Henrik Kristoffersen.
picture

"Was für eine Maschine": Kristoffersen rast zum Sieg

Quelle: Eurosport


Mehr als 2 Mio. Sportfans nutzen bereits die App
Bleiben Sie auf dem Laufenden mit den aktuellsten News und Live-Ergebnissen
Download
Diesen Artikel teilen
Werbung
Werbung