Anzug-Diskussion auch auf der Piste: FIS schlägt einheitliche Kleidung vor - Österreich dafür, Schweiz dagegen

Nicht nur beim Skispringen sorgen die Anzüge der Athleten für Diskussionen, auch im alpinen Skisport gibt es die Debatte: Speed-Direktor Hannes Trinkl von der FIS forderte Ende Januar einheitliche Kleidung, die die Fahrer langsam machen solle - sowie ein Verbot von Carbonschienen. Diese Idee findet jüngst vor allem im österreichischen Lager Zustimmung - und weniger beim Schweizer Skiverband.

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Quelle: Eurosport

Die Eidgenossen gewannen schließlich neun der 14 Speed-Rennen. Mit den aktuellen Voraussetzungen kommen unter anderem Franjo von Allmen, Marco Odermatt, Stefan Rogentin und Alexis Monney bestens zurecht. In der Abfahrt bescherten sie Swiss Ski in den Schweizer Anzügen in Kvitfjell am Freitag einen Dreifachsieg.
ÖSV Alpin-Direktor Herbert Mandl sprach sich für neue, einheitliche Anzüge aus: "Wir unterstützen alles, was unseren Sport sicherer macht. Und wir sind davon überzeugt, dass durch die Einführung von dickeren Anzügen das Tempo um fünf Kilometer pro Stunde verringert werden könnte", wird er vom "Blick" zitiert.
In den vergangenen Monaten waren unter anderem die Österreicher Vincent Kriechmayr, Marco Schwarz und Andreas Loier schwer gestürzt, erfolgreich war der ÖSV auch deshalb eher weniger.
Ganz anders sah das naturgemäß der Schweizer Chef Walter Reusser, der ebenfalls vom "Blick" zitiert wurde: "Langsamere Anzüge werden die Sicherheit im Skisport ganz sicher nicht verbessern", sagte er und argumentierte: "Wenn die Athleten wegen der Anzüge in den Gleitpassagen langsamer sind, können sie in den Kurven mehr Tempo aufbauen. Deshalb sollte die FIS ihr Hauptaugenmerk auf eine bessere Präparation der Piste richten, dann werden wir auch weniger schwere Verletzungen haben."
Der Österreicher und "ORF"-Experte Hans Knauß leitete sich her, dass die Schweizer Anzüge noch aerodynamischer sein müssten als die anderer Nationen. "Je mehr Hochgeschwindigkeitspassagen, desto erfolgreicher die Schweizer", notierte der 54-Jährige aufmerksam. In Wengen und Crans-Montana seien die Eidgenossen schließlich noch schneller gewesen als beispielsweise in Kitzbühel, wo es viele enge Kurven gibt, so Knauß.
Das Thema dürfte auch beim nächsten FIS-Kongress vom 5. bis 9. Mai in Portugal auf den Tisch kommen. 
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Quelle: Eurosport


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