Schwerer Sturz von Mattia Casse überschattet Abfahrtstraining in Norwegen - Italiener zieht sich offenen Bruch zu

Der Italiener Mattia Casse ist im ersten Training für die Weltcup-Abfahrten in Kvitfjell nach der schnellsten ersten Zwischenzeit zu Fall gekommen und in die Fangnetze gekracht. Der 35-Jährige, der in diesem Winter den Super-G von Gröden gewonnen hatte, wurde minutenlang versorgt und schließlich zur Untersuchung ins Krankenhaus gebracht. Am Abend verkündete er auf Instagram selbst die Diagnose.

Mattia Casse stürzte in Kvitfjell schwer

Fotocredit: Getty Images

Der Ski-Weltverband FIS teilte am Mittwochabend mit, dass Casse einen komplizierten Bruch des rechten Ellbogens erlitten habe und operiert werden müsse.
"Heute bin ich im Training gestürzt. Offener Bruch des Ellenbogens. Morgen kehre ich nach Italien zurück und wir werden mit meinem Stab und der medizinischen Kommission des FISI besprechen, was zu tun ist", postete der Italiener selbst in seiner Instagram-Story und fügte hinzu: "Verletzungen sind Teil des Spiels. Ich bleibe positiv, vielleicht war es das noch nicht für den Rest der Saison."
Mit der Startnummer 16 war Casse in das Training gegangen. Bei der ersten Zwischenzeit lag der Speed-Spezialist 0,19 Sekunden vor dem Führenden Miha Hrobat aus Slowenien. Wenig später stürzte Casse dann schwer.
Hinter Hrobat, der nicht mehr einzuholen war, fuhren Routinier Dominik Paris (+0,05) und Abfahrtsweltmeister Franjo von Allmen (+0,33) die schnellsten Zeiten. DSV-Athlet Romed Baumann kam mit einem Rückstand von 0,59 Sekunden auf Rang elf.
Die aktuelle Saison wird wieder einmal von zahlreichen Unfällen und einer ernsten Sicherheitsdebatte überschattet, eine echte Lösung scheint nicht in Sicht.

Odermatt vorzeitig zur kleinen Kristallkugel?

In Kvitfjell stehen für die Männer am Freitag und Samstag die beiden letzten Abfahrten vor dem Weltcup-Finale im amerikanischen Sun Valley Ende März auf dem Programm. Mit einem Super-G am Sonntag endet das Wochenende in Norwegen.
Sollte Casse den Super-G nicht bestreiten können, hätte Superstar Marco Odermatt eine erste kleine Kristallkugel sicher. Denn der Italiener ist in der Disziplinenwertung mit 181 Punkten Rückstand der einzige verbliebene Konkurrent des Schweizers. Bei nur noch zwei verbleibenden Super-G sind maximal 200 Punkte zu vergeben.
(mit SID)
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Quelle: Eurosport


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