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Lena Dürr mit Formkrise im Slalom - Ski-Rennfahrerin steht vor Olympia wegen Konkurrentin Emma Aicher unter Druck
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Publiziert 14/01/2026 um 12:04 GMT+1 Uhr
Lena Dürr steckt im Slalom in der Formkrise: Nach dem nächsten Aus beim Weltcup in Flachau klagt die deutsche Ski-Rennfahrerin über fehlendes Gefühl. Ihr Cheftrainer Andreas Puelacher sieht sowohl sportliche Gründe als auch den internen Konkurrenzkampf mit Emma Aicher. Vor den Olympischen Spielen 2026 in Mailand und Cortina will Dürr im Riesenslalom am Kronplatz den Kopf frei bekommen.
Einfädler im Finale: Dürr sucht ihre Sicherheit
Quelle: Eurosport
Abstand gewinnen, ihre Formkrise und den Olympia-Druck vergessen - das war für Lena Dürr leichter gesagt als getan.
Nur rund 16 Stunden nach der nächsten bitteren Enttäuschung beim Nachtslalom von Flachau wurde die 34-Jährige wieder mit dem übergroßen Thema Winterspiele konfrontiert: Bei der Einkleidung der Athletinnen und Athleten in der Münchner "World of Fashion".
Zeit, ihr Aus in Österreich zu verarbeiten, blieb da kaum. "Es hat gar nichts zusammengepasst", klagte Dürr über die zweite Nullrunde in ihrer Spezialdisziplin in Folge.
In keinem der vier Rennen seit ihrem zweiten Platz von Copper Mountain Ende November ist sie in die Top 10 gekommen. "Nicht cool" und "ernüchternd", nannte sie die Fortsetzung ihrer Unglücksserie.
Formkrise hat verschiedene Gründe
Glaubt man Andreas Puelacher, gibt es dafür mehrere Gründe - und alle hängen zusammen. Zum einen das Skifahrerische.
"Sie hat nicht mehr diese saubere Position", sagte der Cheftrainer, "und dann will sie natürlich unbedingt." Das führe zu Verkrampfung - wie schon häufiger in Dürrs Karriere.
Aicher macht Dürr Konkurrenz
Dazu komme ein anderer, ganz entscheidender Faktor: Die interne Konkurrenz durch Emma Aicher, die in diesem Winter schon zweimal Slalom-Dritte war. Dürr habe "jahrelang den deutschen Damensport hochgehalten", sagte Puelacher, jetzt aber mache ihr Aicher die Führungsrolle streitig.
"Sie will die Nummer eins sein, die sie jahrelang war. Sie spürt den Druck", sagte Puelacher und betonte: "Sie will zu viel. Sie fährt nicht mehr mit der Lockerheit, die sie vorher hatte." Stichwort: Verkrampfung.
Weidle-Winkelmann nutzt Konkurrenz als Ansporn
Kira Weidle-Winkelmann kennt dieses Gefühl nur zu gut. Die WM-Zweite von 2021 war die einzige deutsche Spitzenabfahrerin - bis Senkrechtstarterin Aicher auftauchte und plötzlich Rennen gewann.
"Mit der Kira hat das auch was gemacht", sagte Puelacher, "aber was Positives." Ein Ansporn. "Das erwarte ich mir jetzt von der Lena."
Dürr will mit Riesenslalom auf andere Gedanken kommen
Die WM-Dritte von 2023 will sich zunächst mit dem Riesenslalom am Dienstag am Kronplatz ablenken. In ihrer Zweitdisziplin hat sie große Schritte gemacht, war in dieser Saison dreimal in den Top 10 und hat immer gepunktet. "Das ist keine Flucht", sagte sie, der Riesenslalom "tut mir ganz gut".
Vier Tage später steht in Spindlermühle der nächste an, am 25. Januar steigt dort die Olympia-Generalprobe im Slalom. An jenem Ort, an dem Dürr 2023 ihren einzigen Weltcup-Sieg in ihrer Spezialdisziplin gefeiert hatte.
Cheftrainer Puelacher optimistisch
Bis dahin, sagte sie, werde sie sich "sicher ein paar Sachen einfallen lassen", um die Negativserie zu brechen. "Abwarten hilft nicht", weiß sie, "man muss etwas tun, um das Gefühl zu ändern."
Der schnelle Schwung von Copper "kommt bestimmt auch schnell wieder", glaubt sie. Puelacher stimmt zu. "Die Lena, da bin ich mir sicher, die dreht das Ganze."
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(SID)
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Highlights: Shiffrin feiert 70. Slalom-Sieg
Quelle: Eurosport
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