Team-Event statt Königsdisziplin Abfahrt. Diese Entscheidung sorgt bei einigen Ski-Teams für Unverständnis. Dass die Abfahrt aufgrund starken Schneefalls am Mittwoch nicht stattfinden konnte, wurde akzeptiert, viel mehr geht es um die definitive Absage statt einer Verlegung.
Während am Donnerstag das letzte Speedrennen mit dem Super-G auf dem Plan steht, ist für Freitag ein Team-Wettbewerb geplant. Ein Wettbewerb, dem die Sportler und ihre Teams weniger Bedeutung beimessen als den anderen Rennen.
"Die FIS muss meiner Meinung nach das Reglement ändern, damit man beim Weltcupfinale das Team-Event streichen kann, um an diesem Tag im Notfall einen Einzelwettbewerb nachholen zu können", schimpfte der Schweizer Alpin-Direktor Walter Reusser im "Blick".
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Das Regelwerk besagt, dass beim Weltcupfinale keine Verschiebungen möglich sind. "Es gibt viele Gerüchte, aber die Regel ist glasklar. Sie dient dazu, Spekulationen und Diskussionen zu vermeiden, welche Rennen verschoben werden können und sollten", stellte Frauen-Renndirektor Peter Gerdol klar: "Die Regel besteht seit Jahren, es gibt keine Diskussion."

Feuz gewinnt Abfahrtsweltcup

Laut den Schweizer Veranstaltern wäre eine Abfahrt am Freitag aber möglich gewesen: "Für uns wäre es kein Problem gewesen, die Abfahrt am Freitag durchzuführen", erklärte OK-Boss Peter Engler.
Die Entscheidung hat weitreichende Konsequenzen: Beat Feuz und Sofia Goggia stehen mit der Absage als Gewinner der kleinen Kristallkugel fest. Im Kampf um den Gesamtweltcup könnte zudem bei den Frauen eine Vorentscheidung gefallen sein. Speed-Spezialistin Lara Gut-Behrami hat mit 1.256 Punkten auf Rang zwei nur noch geringe Chancen, die Führende Petra Vlhova (1.352 Punkte) zu überholen. Bei den Männern liegt Marco Odermatt nur 31 Punkte hinter dem Franzosen Alexis Pinturault, dieser aber hat nun in den verbleibenden drei Rennen insgesamt die besseren Karten.
"Es tut zwar weg, dass die letzte Chance auf den Gewinn der Kugel jetzt dahin ist, aber die Jury hat absolut richtig entschieden", wird der Trainer von Feuz-Konkurrent Matthias Mayer, Sepp Brunner, im "Blick" zitiert.
Am Wochenende wird dann entschieden, wer sich die restlichen Kristallkugeln schnappt und wie die ereignisreiche Ski-Saison endet.
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