Straßer spricht über riskanten Material-Wechsel vor dem Olympia-Winter - und bittet um Geduld
Update 15/11/2025 um 15:52 GMT+1 Uhr
Für Linus Straßer ist der erste Slalom des Olympiawinters in Levi (Sonntag, 10:00 Uhr live bei Eurosport und discovery+) auch ein Start ins Ungewisse. Der WM-Dritte hat sich dazu entschieden, vor der neuen Saison das Material zu wechseln. Ein Schritt, der speziell zu diesem Zeitpunkt auch mit einem gewissen Risiko verbunden ist, wie der Deutsche im Interview mit dem "BR" zugab.
Straßer exklusiv: "Man darf nicht gleich verzagen"
Quelle: Eurosport
"Ich will mir noch mal eine neue Aufgabe setzen. Und darum war ich bereit zu sagen, ich gehe das Risiko ein, um für mich das Letzte rauszukitzeln", sagte der ehemalige Kitzbühel- und Schladming-Sieger.
Das gelang Straßer trotz der Bronzemedaille bei der WM in Saalbach-Hinterglemm gemessen an seinem sehr hohen Niveau vergangenen Winter nicht ganz. Im Weltcup fuhr er mehrmals dicht an die ersten Drei heran, eine Podiumsplatzierung sprang aber nicht heraus.
Das soll sich nun wieder ändern. "Ich bin noch sehr damit beschäftigt, das richtige Setup zu finden. Der Prozess wird sich wahrscheinlich bis in die Saison reinziehen", sagte er.
Ziel sei es nun, das Material möglichst schnell in den Griff zu bekommen "um den Slalom-Januar möglichst erfolgreich zu bestreiten".
Straßer: "Es ist meine Karriere"
Dann steht neben Kitzbühel und Schladming auch Wengen auf dem Programm, der Klassiker, den Straßer noch nicht gewinnen konnte und im "ZDF-Sportstudio" als sein größtes Ziel genannt hatte.
Er sei sich bewusst, dass wenn es im Januar oder spätestens bei den Olympischen Spielen in Bormio (ab 6. Februar live bei Eurosport und discovery+) nicht funktioniert, er sich auch Kritik gefallen lassen müsse. Das nehme er aber in Kauf.
"Es ist ja am Schluss auch meine Karriere, meine Entscheidung, mein Erfolg und mein Misserfolg", sagte der 33-Jährige.
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