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Linus Straßer kämpft im Slalom-Weltcup in Madonna die Campiglio um die Wende: "Spaß macht das nicht"
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Update 07/01/2025 um 14:16 GMT+1 Uhr
Nach drei Ausfällen will Linus Straßer im Slalom-Monat Januar zurück nach oben. Er besinnt sich auf seine Wurzeln. Im vergangenen Jahr gelang dem Münchner bei den Klassikern in Kitzbühel und Schladming der große Durchbruch. Nach der Durststrecke zuletzt erhofft sich der aktuell erfolgreichste Skifahrer des DSV die Wende. Dabei hilft ihm auch ein Perspektivwechsel: Familie steht an erster Stelle.
"So ein Pechvogel": Nächstes Drama um Straßer
Quelle: Eurosport
Linus Straßer zeigte sein breitestes Lächeln und reckte die Skistöcke in die Luft.
An der Seite von Ehefrau Maria und Töchterchen Marta konnte der beste deutsche Skifahrer endlich wieder jubeln - auch wenn es nur fürs Familienfoto im Weihnachtsurlaub war.
Auf den Weltcup-Pisten hatte Straßer zuletzt wenig Grund zur Freude, doch das soll sich im Slalom-Monat Januar mit fünf Klassikern ändern.
Will Straßer wie im Vorjahr noch mitreden im Kampf um die kleine Kristallkugel, muss er beginnend mit dem Nachtrennen am Mittwoch (17:45/20:45 Uhr im Liveticker) in Madonna di Campiglio eine Aufholjagd starten. Und eine "Transformation vom zahmen Skikätzchen zum furiosen Ski-Löwen" hinlegen, wie der "BR" mit Blick auf Straßers Klub TSV 1860 München schrieb.
Straßer grübelt und sucht den "Spaß"
Tatsächlich patzte der 32-Jährige zuletzt in Serie. Nach Platz sieben beim Slalom-Auftakt in Levi schaffte er es in Gurgl nicht ins Finale und schied in Val d'Isère und in Alta Badia aus.
Drei oder mehr Nullrunden im Slalom am Stück hatte er zuletzt 2018/19, damals sogar in den ersten acht (!) Rennen. Sein Rückstand auf den Gesamtführenden Henrik Kristoffersen beträgt 234 Punkte.
"Spaß macht das nicht", sagte Straßer über die Negativserie, er grüble wieder zu viel, deshalb fehle "die letzte Konsequenz".
Der Verstand, weiß DSV-Alpinchef Wolfgang Maier, "ist der größte Feind des Rennfahrers". Die Pleiten seien "sicher nicht besonders förderlich" für Straßers Kopf gewesen.
In Kitzbühel folgte letztes Jahr der Durchbruch
Deshalb hat sich der Münchner auf seine Wurzeln besonnen - an jenem Ort, wo er das Skifahren lernte und vor einem Jahr seinen endgültigen Durchbruch erlebte.
Er trainierte in Kitzbühel, nahe seines Tiroler Wohnorts Kirchberg. Am Ganslernhang schaffte er 2024 nach holprigem Saisonstart die Wende, holte seinen größten Sieg und ließ wenige Tage später jenen in Schladming folgen.
Bis zum Saisonende raste er noch drei weitere Male aufs "Stockerl" und auf Rang zwei in der Slalom-Gesamtwertung.
Straßer setzt Prioritäten inzwischen anders
Kitzbühel und Schladming bilden nach Madonna, Adelboden und Wengen auch in diesem Winter den Januar-Abschluss, es folgt die WM in Saalbach mit dem Slalom am 16. Februar, dem Schlusstag der WM.
Beim DSV sind sie guter Hoffnung, dass Straßer bis dahin die Kurve kriegt. Cheftrainer Christian Schwaiger sieht keinerlei Grund zur "Panik" und verweist auf Straßers Erfahrung im Umgang mit Ausfällen oder Krankheiten.
Früher, meinte Straßer kürzlich im "Spiegel", habe er "viel gegrübelt" und sich "zermartert, wenn es nicht so gut lief". Heute habe Skifahren für ihn noch immer "einen wahnsinnig hohen Stellenwert", aber: "Meine Familie, meine Frau, meine Tochter sind mir tausendmal wichtiger."
Mit den Liebsten jubelt es sich am schönsten - am liebsten im Januar.
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(SID)
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Verkorkster Lauf: Straßer fährt in Alta Badia hinterher
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