Marco Schwarz im exklusiven Eurosport-Interview über sein Comeback: "Hatte ich mir natürlich besser erwünscht"
Update 08/01/2025 um 12:34 GMT+1 Uhr
Marco Schwarz ist zurück im Weltcup. Nach seinem Kreuzbandriss in der vergangenen Saison hofft der Österreicher nun auf eine schnelle Rückkehr in die Weltspitze. Wie steinig der Weg zurück zu alter Stärke ist, machte er im Exklusiv-Interview mit Eurosport deutlich. Es geht nur "Schritt für Schritt", dabei habe er sich selbst "den Start ein wenig besser erwünscht". Große Ziele hat Schwarz dennoch.
Schwarz exklusiv: "Das erlebt man nur einmal in der Karriere"
Quelle: Eurosport
Marco Schwarz feierte im vergangenen Dezember nach mehr als 300 Tagen sein Comeback im Ski-Weltcup. Während der Slalomspezialist trotz seines Ausfalls im zweiten Lauf von Val d’Isère noch ein positives Fazit ziehen konnte, erlitt er kurz vor Weihnachten in Alta Badia einen heftigen Rückschlag.
Mehr als vier Sekunden Rückstand handelte er sich auf die Bestzeit des Norwegers Timon Haugan ein, verpasste den zweiten Durchgang daher deutlich. Das Selbstvertrauen habe ihm komplett gefehlt, gab der Österreicher anschließend zu. Auch die schwierigen Pistenverhältnisse hätten ihm zugesetzt, erklärte er im Exklusiv-Interview mit Eurosport vor dem Nachtslalom in Madonna di Campiglio (17:45 Uhr im Liveticker):
"Nach einer Verletzung muss man sich herantasten. Man muss die Gegebenheiten gut im Griff haben. Wenn es dunkel, finster wird, dann ist es nach einer Verletzung sehr, sehr schwierig. Das ist der Prozess, durch den ich durch muss. So arbeite ich mich Schritt für Schritt zurück."
Für Schwarz, der im Weltcup bislang 23 Mal auf dem Podium stand, keine einfache Situation: "Natürlich hätte ich mir den Start ein wenig besser erwünscht. Aber das ist kein Wunschkonzert", sagte der 29-Jährige gegenüber Eurosport. "Ich muss mich da herantasten. Ich habe die letzten Wochen sehr, sehr gut trainiert und darauf vertraue ich." In Madonna könne er sich zudem auf sein gutes Gefühl verlassen, er gewann die letzte Ausgabe des Flutlicht-Events im Dezember 2023.
Schwarz will zur Heim-WM: "Erlebt man nur einmal"
Das große Ziel ist klar: Schwarz hofft, bei der Heim-Weltmeisterschaft in Saalbach-Hinterglemm (4.-16. Februar) in wenigen Wochen an den Start gehen zu können - und konkurrenzfähig zu sein:
"Sowas erlebt man vielleicht einmal in der Karriere. Da wäre es natürlich ein großes Ziel, dabei zu sein und um die Medaillen zu kämpfen. Dafür brauche ich aber einfach noch mehr Zeit. Ich muss mich jetzt im Januar gut in die Rennen reinarbeiten und auf mein Skifahren vertrauen."
Cyprien Sarrazin wird bei den Titelkämpfen nicht mit dabei sein können. Der französische Speed-Spezialist verletzte sich zwischen den Jahren beim Abfahrtstraining auf der Stelvio in Bormio schwer am Kopf und wird eine monatelange Reha benötigen.
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Schwarz stürzt böse und muss mit dem Helikopter ins Krankenhaus
Quelle: Eurosport
"Skifahren ist eine Extremsportart"
Anschließend brandeten im Ski-Weltcup erneut Diskussionen über zu riskant präparierte Pisten und grenzwertiges Material auf. Auch Schwarz verletzte sich in der letzten Saison auf der Stelvio schwer, musste mit einem Kreuzbandriss beinahe ein Jahr aussetzen.
"Skifahren generell ist eine Extremsportart", äußerte sich der ÖSV-Athlet zu der Thematik. "Dennoch will jeder Athlet das Beste herausholen, will so schnell wie möglich von oben nach unten kommen. Da wird alles ausgereizt."
"In den letzten Jahren", so Schwarz weiter, "ist es immer extremer geworden. Ob das jetzt der Grund ist, warum so viele Verletzungen passiert sind, weiß ich nicht. Aber natürlich muss man sich da einiges überlegen."
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"Wird ihn unheimlich wurmen": Schwarz kassiert heftigen Rückstand
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