Weltcup-Riesenslalom Sölden: Marcel Hirscher fehlt wegen Krankheit - Vorjahressieger Alexander Steen Olsen muss passen
VonLukas Fegers
Update 21/10/2025 um 12:21 GMT+2 Uhr
Neun Monate nach seinem Kreuzbandriss wird Marcel Hirscher nicht beim Saisonauftakt in Sölden an den Start gehen. Das kündigte der Projektchef seines Sponsors Red Bull, Patrick Riml, am Montag auf "Servus TV" an. "Die Reha ist super verlaufen, es hat sehr gut ausgeschaut. Aber er war leider krank die letzten zweieinhalb Wochen", sagte Riml. Damit wird Hirscher beim Riesenslalom am Sonntag fehlen.
Hirscher wieder auf Skiern - aber "noch ein langer, langer Weg"
Quelle: Eurosport
Nach seiner schweren Knieverletzung war Hirscher erst Anfang September die ersten Schneeschwünge gefahren.
"Guter Schnee, gutes Gefühl. Schritt für Schritt - immer näher", hatte der 36-jährige Österreicher unter ein Video geschrieben, das er damals auf Instagram teilte.
"Zurück in den Gates, endlich", ließ er seine Fans zwei Wochen später bei einem weiteren Insta-Post, der seine Fortschritte auf der Skipiste zeigte, wissen.
Der Weltcup-Auftakt am kommenden Wochenende im österreichischen Sölden (live bei Eurosport und discovery+) war für den einstigen Dominator, der mittlerweile für die Niederlande startet, allerdings ein Wettlauf gegen die Zeit.
Nun machte ihm eine Krankheit einen Strich durch die Rechnung. Der Sölden-Riesenslalom kommt für Hirscher "zu früh", wie Red-Bull-Projektchef Riml betonte, weil ihm dadurch Trainingstage fehlen. Damit muss der achtmalige Gesamtweltcupsieger auf sein erneutes Comeback warten.
Vorjahressieger Steen Olsen fehlt ebenfalls
Hirscher ist derweil nicht der einzige Ski-Star, der beim Weltcup-Auftakt in Sölden fehlen wird. Denn auch Vorjahressieger Alexander Steen Olsen muss kurzfristig absagen.
Der 24-jährige Norweger laboriert weiterhin an einem hartnäckigen Patellaspitzensyndrom, dem sogenannten "Jumper's Knee" (Springerknie). Nach Testfahrten am vergangenen Wochenende auf dem Rettenbachferner im Tiroler Ötztal war Steen Olsen am Montag nach Oslo zurückgereist, wie der norwegische Skiverband in einer Pressemitteilung mitteilte.
"Es ist ärgerlich, dass ich nach dem Vorjahressieg nun das Eröffnungsrennen verpasse. Das Knie funktioniert nicht und ich reise nach Absprache mit der medizinischen Abteilung zu weiteren Untersuchungen und Behandlungen heim", wird Steen Olsen zitiert.
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Steen Olsen im Siegerinterview: "Fühlt sich wie ein Traum an"
Quelle: Eurosport
Bereits in der vergangenen Saison hatte der dreimalige Weltcupsieger mit dem Patellaspitzensyndrom zu kämpfen. Er habe "im Sommer alles getan, damit es besser wird, aber leider ist es nicht gelungen", sagte Steen Olsen dem norwegischen Privatsender "TV 2". Wann er in den Weltcup zurückkehren wird, ist noch ungewiss.
Pinturault gibt Comeback
Besser als bei Hirscher und Steen Olsen läuft es hingegen für den Franzosen Alexis Pinturault. Der 34-Jährige wird am Sonntag beim Riesenslalom in Sölden sein Comeback feiern.
Im vergangenen Winter hatte Pinturault seine Saison vorzeitig beenden müssen, nachdem er beim Super-G im österreichischen Kitzbühel schwer gestürzt war. Dabei hatte er sich unter anderem einen Bruch des Schienbeinplateaus im rechten Knie zugezogen.
In seiner Karriere konnte Pinturault bereits zweimal den Saisonauftakt auf dem Rettenbachferner für sich entscheiden (2016, 2019). In den vergangenen Jahren fehlte er allerdings. Bei seinem bisher letzten Sölden-Start im Winter 2022/23 fuhr er auf Rang 20.
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