Olympia 2026: Emotionales Happy End für Österreichs Cornelia Hütter im Super-G - endlich olympisches Edelmetall
Publiziert 12/02/2026 um 18:45 GMT+1 Uhr
Emotionales Happy End auf der Zielgeraden von Cortina: Cornelia Hütter erlöste sich im Herbst ihrer Karriere endlich mit olympischem Edelmetall. Nach Jahren voller Rückschläge und knapp verpasster Podestplätze belohnte sich die 33-Jährige im Super-G mit der langersehnten Bronzemedaille. Ein Moment der Erlösung für eine Top-Athletin, die allzu oft knapp leer ausgegangen war.
Highlights: Brignone schreibt Super-G-Märchen - DSV-Duo patzt
Quelle: Eurosport
Cornelia "Conny" Hütters Bilanz bei Großereignissen ist eine der knappen Entscheidungen.
Der vierte Platz in der Olympia-Abfahrt am vergangenen Sonntag war bereits das vierte "Blech" für die 33-Jährige.
Schon bei der Weltmeisterschaft 2015 (Vail/Beaver Creek) im Super-G sowie in den Weltmeisterschafts-Abfahrten 2023 (Méribel) und 2025 (Saalbach-Hinterglemm) fehlten jeweils nur Nuancen auf eine Medaille.
Der einzige Medaillenerfolg bei Großereignissen war bisher Abfahrts-Bronze bei der WM 2023 in Méribel.
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Cornelia Hütter holte endlich olympisches Edelmetall.
Fotocredit: Getty Images
Hütter: Last-Minute-Bronze in Cortina
Ausgerechnet bei ihrer letzten olympischen Chance gelang Hütter der große Befreiungsschlag.
Im Super-G von Cortina krönte sie ihre Fahrt mit der Bronzemedaille und erfüllte sich damit jenen olympischen Traum, der ihr zuvor immer wieder knapp verwehrt geblieben war.
Ein sichtlich emotionaler Erfolg für Hütter, der ein Stein vom Herzen fiel.
"Es waren ein paar Fehler drinnen, aber wurscht. Diese Medaille ist schon etwas Besonderes", meinte die Steirerin im "ORF".
"Conny Karacho": Der Kreis schließt sich
Die olympische Medaille war das fehlende Teil im Karrierepuzzle von "Conny Karacho".
Mit insgesamt zehn Weltcup-Siegen zählt die Speedspezialistin zu den prägendsten Läuferinnen der vergangenen Jahre.
Highlight war der Gewinn der kleinen Kristallkugel für den Abfahrts-Weltcup in der Saison 2023/24. In der vergangenen Saison wurde sie mit nur 16 Punkte Rückstand auf Federica Brignone, Olympiasiegerin von Cortina, Zweite in der Disziplinenwertung.
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Große Emotionen: Brignone bekommt ihre Goldmedaille
Quelle: Eurosport
Hütter: Turbulente Karriere
Hütters Karriere wurde von schweren Verletzungen überschattet, die sie immer wieder zu längeren Pausen zwangen. Die Karriere stand aufgrund der Vielzahl der Rückschläge auf der Kippe.
Bereits 2011 erlitt sie nach einen Innenbandriss, sowie Meniskus- und Knorpelschäden im Knie, dazu einen Nasenbeinbruch.
Im Januar 2017 folgte ein Kreuzbandriss. Bei einem Comebackversuch zwei Jahre später riss sie sich im Training abermals das Kreuzband.
Hütter lernte mit den Rückschlägen umzugehen: "Nach den Verletzungen habe ich gesagt: Alles, was kommt, ist eine Draufgabe." Gleichzeitig war für die ÖSV-Athletin klar: "Ich will zu 100 Prozent die Medaille, es ist ein Traum und jeder hier hofft, dass der Traum Wirklichkeit wird."
Rädler freut sich "brutal"
Dass sich dieser Traum nun tatsächlich auf der Zielgeraden ihrer Karriere erfüllte, sorgte im österreichischen Team für große Freude.
Selbst jene, die im Super-G leer ausgingen, stellten den Erfolg von Cornelia Hütter in den Vordergrund.
Nur eine Hundertstelsekunde trennte Ariane Rädler, überraschend Olympiasiegerin in der Team-Kombi, vom Bornzerang.
Doch statt zu hadern, zeigte Hütters Teamkollegin im Moment der Niederlage Größe: "Es tut natürlich sehr weh, aber auf der anderen Seite hilft mir meine Goldmedaille. Und die Conny hat ihre olympische Medaille. Ich freue mich brutal für sie."
Ein Moment, der zeigte, dass diese Bronzemedaille weit über das sportliche Ergebnis hinausging.
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"Wirklich bemerkenswert": Lechner analysiert Brignones Gold-Fahrt
Quelle: Eurosport
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