Olympia 2026: Franjo von Allmen holt zweite Goldmedaille - Experten erklären Erfolgsgeheimnis des Schweizer Superstars

Dank der tatkräftigen Unterstützung seines Partners Tanguy Nef in der Team-Kombination darf sich Franjo von Allmen jetzt Doppel-Olympiasieger von Bormio nennen. Nach zwei Weltmeistertiteln in Saalbach vor einem Jahr räumt der 24-jährige Schweizer auch bei den Spielen in den Dolomiten ab. Die Ex-Rennläufer Fritz Dopfer und Stephan Eberharter erklären bei Eurosport von Allmens Erfolgsgeheimnis.

Dopfer über Doppelgold: Das zeichnet Skistar von Allmen aus

Quelle: Eurosport

Er hat es wieder getan. Franjo von Allmen stand auch nach seinem zweiten Einsatz bei den Olympischen Spielen 2026 ganz oben auf dem Treppchen.
Dafür genügte dem Schweizer Speedfahrer in der Team-Kombi bereits eine solide Leistung in der Abfahrt am Vormittag. Sein Partner Tanguy Nef war im Slalom der Schnellste und sorgte mit einem satten Vorsprung von 99 Hundertstel auf den Silberrang für die nächste Goldmedaille der Eidgenossen.
Auch wenn von Allmen diesmal nicht die Sterne vom Himmel fuhr, entwickelt er sich immer mehr zum Superstar der Spiele.
Doch was ist sein Erfolgsgeheimnis? Österreich-Legende Stephan Eberharter, zweimaliger Sieger auf der Streif in Kitzbühel und Olympiasieger im Riesenslalom, sieht im Gespräch mit Eurosport in von Allmen einen "unglaublich tollen Skifahrer, der hohes Risiko eingeht und dabei immer ein Strahlen in seinem Gesicht sowie ein Lächeln auf den Lippen hat. Das ist unheimlich erfrischend."
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Von Allmen zu Team-Gold: "Schulde Tanguy viel"

Quelle: Eurosport

Dopfer: "Von Allmen liefert auf den Punkt ab"

Von Allmen sei wie alle anderen Athleten vor einem Wettkampf extrem fokussiert. "Während der eine mit der Anspannung lockerer umgeht, kann der andere nicht aus seiner Haut heraus und sagt: 'Die Stunde vor dem Rennen oder dem Event ist der Horror für mich', egal ob das Langlauf, Snowboard oder sonst was ist. Und dann gibt es Typen wie Franjo von Allmen. Er ist eine Bereicherung für die Skiwelt", so Eberharter.
Die jugendliche Unbekümmertheit ist auch für Eurosport-Experte Fritz Dopfer der Grund für von Allmens Fähigkeit, schnell Ski zufahren. "Die Aggressivität, die Bereitschaft, die Lockerheit, die Unbekümmertheit, aber zugleich auch dieses natürliche Skifahren - das alles macht von Allmen aus", sagte der ehemalige Slalom-Spezialist.
Zudem sei von Allmen in der Lage, "auf den Punkt seine Qualitäten abrufen. Das können nur die wenigsten Athleten. Das Gesamtpaket stimmt und das Material offensichtlich auch. Und er hat großes Selbstvertrauen. Es sind viele Puzzlestücke, die zusammenpassen und deshalb ist er derzeit der Superstar der Alpinen."

Tod des Vaters und Crowdfunding-Kampagne

Dabei musste von Allmen viele Widerstände überwinden. Als er 17 Jahre alt war, starb sein Vater. Weil infolgedessen das Geld fehlte, stand von Allmens Rennfahrer-Karriere auf der Kippe. Durch eine Crowdfunding-Kampagne von Fans und Unterstützern kamen etwa 17.500 Euro zusammen.
"Dadurch ist so viel Geld zusammengekommen, dass ich eine weitere Saison finanzieren konnte. Und nach dieser Saison habe ich den Sprung in den Swiss-Ski-Kader geschafft", berichtete von Allmen der Zeitung "Blick".
Investitionen, die sich rentiert haben. Nach den WM-Titeln in der Abfahrt und der Team-Kombi wiederholte von Allmen dieses Kunststück auch bei Olympia.
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Highlights: Schweizer Festspiele in der Team-Kombination

Quelle: Eurosport



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