Der deutsche Abfahrer Jocher und der deutsche Slalom-Spezialist Straßer waren in ihrer Disziplin jeweils Elfter, zusammen reichte das aber trotzdem für Rang zehn. "Oben war es gut, unten wäre mehr drin gewesen", bilanzierte Straßer nach seinem Slalom und konkretisierte am Eurosport-Mikrofon:
"Ab der Welle hieß es, den Ski gehen lassen. Da musste alles schon am Limit sein. Ich bin einen Tick zu gerade in die Vertikale rein, musste minimal nach dem Schwung nachsteuern - aber das reicht schon, da gehen Dir dann ein paar km/h ab."
Der frisch gebackene Abfahrts-Olympiasieger vom Samstag, von Allmen, hatte im Speed-Teil der Kombination am Vormittag nur die viertbeste Zeit geschafft. Trotzdem darf sich der 24-Jährige Doppel-Olympiasieger nennen, da Nef im Slalom in 51,82 Sekunden die klar schnellste Zeit fuhr und den Sieg sicherte.
Von Allmen zu Team-Gold: "Schulde Tanguy viel"
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Damit landete von Allmen zum zweiten Mal in drei Tagen vor Überflieger Odermatt. Der war in der Kombi-Abfahrt am Vormittag zwar 0,14 Sekunden schneller als von Allmen, doch weil Meillard ganze 1,13 Sekunden auf Nef einbüßte, war Gold deutlich außer Reichweite.
Pech für die Gastgeber und das zweite ÖSV-Paar
Immerhin durften sich die beiden Schweizer aber Silber um den Hals hängen, weil sie in Summe genau zeitgleich mit Kriechmayr/Feller waren. Letzterer hatte im Slalom in 51,98 Sekunden die zweitbeste Zeit auf den Hang gezaubert. Vierter wurde das zweite österreichische Team mit Raphael Haaser und Michael Matt, das am Ende nur 0,03 Sekunden am Edelmetall vorbeischrammte.
Kuriosum in Team-Kombi: Odermatt und Meillard müssen Silber teilen
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Bitter verlief der Nachmittag für die Italiener: Nachdem Giovanni Franzoni in der Abfahrt noch der Schnellste gewesen war, gelang seinem Slalom-Partner Alex Vinatzer nur die 18. Slalom-Zeit und die Beiden rutschten auf Platz sieben ab. Noch tiefer stürzte das dritte Schweizer Team ab, das mit Alexis Monney nach der Abfahrt auf Rang zwei lag, nach dem Slalom von Daniel Yule aber in Summe nur 13. wurde.
Im neuen Mannschaftsformat traten zunächst die Abfahrts-Spezialisten auf der berühmten Stelvio an und absolvierten dort nicht etwa eine verkürzte Kombi-Version, sondern die komplette Strecke. Am Nachmittag übernahmen die Technik-Spezialisten am Slalom-Hang. Die Summe der Einzelzeiten ergab das Ergebnis.
Straßer und Jocher schwärmen von Team-Kombination: "Birgt Spannung"
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"Die Kombination birgt ziemlich viel Spannung - und das ist auch das Feedback, das wir bekommen", sagte Straßer. Ihm gefalle das neue Format und auch Jocher stimmte zu: "Es ist cool, diesen zweiten Lauf, den wir (Abfahrer) ja sonst nicht haben, so mal zu erleben und auch die Spannung reinzubekommen mit der umgedrehten Startreihenfolge."
Jocher mit starkem Auftritt in der Kombi-Abfahrt
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Schweiz gegen Italien in der Abfahrt
Jocher ging in der Abfahrt am Vormittag bereits als Dritter auf die Strecke. Der 29-Jährige ging viel Risiko und wurde dafür größtenteils belohnt: Einzig an der Carcentina-Traverse trug es Jocher etwas weit runter, sodass er Geschwindigkeit verlor, im letzten Sektor schien ihm die Kraft etwas auszugehen. Trotzdem übernahm er zunächst die Führung vom Schweizer Stefan Rogentin mit einer halben Sekunde Vorsprung.
Die Franzosen Maxence Muzaton und Nils Alphand scheiterten beide deutlich am Deutschen, dann aber waren zunächst Daniel Hemetsberger fürs erste österreichische Team knapp um 0,06 Sekunden sowie anschließend Odermatt für das Schweizer Top-Duo um 1,05 Sekunden schneller.
"Was für eine Ansage": Odermatt haut auf der Stelvio einen raus
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Die "Odi-Fahrt" schien fast perfekt zu sein, doch dann zeigte Franzoni für die Italiener, dass es noch besser geht - und zwar um 0,28 Sekunden, obwohl er in den steilen Hermelin-Kurven sogar etwas an Boden verlor. Der 24-Jährige fand gerade im unteren Teil in Richtung Ziel die perfekte Linie, besser auch als Landsmann Dominik Paris. Der Weltcup-Rekordsieger auf der Stelvio (sechs Abfahrtssiege) schob sich 0,59 Sekunden hinter Franzoni auf Platz drei.
"Wie von einer Tarantel gestochen": Franzoni mit Bestzeit
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Franzoni am nächsten kam dann aber Monney, der hier 2024 den Weltcup gewann. Er stürzte zwar beinahe am ersten Sprung und verlor gleich oben mehr als eine halbe Sekunde, übernahm aber im Mittelteil sogar zwischenzeitlich die Führung und kam schließlich mit nur 0,17 Sekunden Rückstand im Ziel an.
Erst starke Rettung, dann Traumlauf: Monney bester Schweizer
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Anschließend war Abfahrts-Olympiasieger von Allmen auf Bestzeitkurs, verlor aber in den Zielkurven zu viel Schwung und rückte auf Platz vier. Danach konnte niemand mehr an den Top 5 kratzen, allerdings schoben sich alle vier Österreicher noch vor Jocher in die Top 10.
Österreicher im Slalom stark
Im vom deutschen Coach Bernd Brunner gesteckten Slalom setzte der Franzose Paco Rassat in 52,08 Sekunden einen ersten Richtwert. Weil aber Muzaton nach der Abfahrt nur 18. gewesen war, führte auch Rassats Leistung das französische Team nicht mehr allzu weit nach vorne.
Sechs Hundertstelsekunden langsamer als Rassat war Eduard Hallberg, und weil dessen finnischer Teamkollege Elian Lehto in der Abfahr 0,80 Sekunden schneller war als Muzaton, übernahm Finnland zwischenzeitlich die Führung. Daran biss sich anschließend auch Straßer die Zähne aus. Der 33-Jährige begann stark, hatte im Mittelteil aber einen kleinen Hakler und verlor die Führung auf den letzten Metern.
Keine Chance auf Medaille: Straßer lässt viel Zeit liegen
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Trotz der schlechter werdenden Piste schafften es als 13. und 14. Starter Michael Matt in 51,99 und Manuel Feller in 51,98 Sekunden nacheinander zu neuen Laufbestzeiten, sodass es zwischenzeitlich eine österreichische Dreifachführung gab. Clement Noel verlor dagegen eine knappe halbe Sekunde und die Franzosen mussten sich von ihren Medaillenhoffnungen endgültig verabschieden - genau wie anschließend Tommaso Sala für das zweite italienische Duo mit Paris.
Unglaublich! Feller fährt mit Traumlauf Medaille ein
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Doch der wahre Kampf um die Medaillen begann erst mit den letzten vier Startern. Nef zauberte eine bärenstarke Fahrt auf den Hang und fuhr in 51,82 Sekunden die Bestzeit des gesamten Nachmittags. Insgesamt übernahmen er und von Allmen daher mit 0,99 Sekunden Vorsprung die Führung - und beim selben Rückstand sortierten sich neben Feller/Kriechmayer auch Meillard/Odermatt ein, weil Meillard mehr als eine Sekunde langsamer war als Landsmann Nef.
Von vier auf eins! Die dramatische Entscheidung in der Team-Kombi
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Noch bitterer lief es dann für Yule, der mit mehreren größeren Fehlern nur die 19. Slalom-Zeit schaffte und den von Monney vorgelegten zweiten Platz völlig verspielte - nur Platz 13 am Ende für das Duo. Und auch Vinatzer konnte aus der Abfahrtsbestzeit von Franzoni keinen Profit schlagen. Er fuhr nur wenig schneller als Yule und belegte Platz 18 unter den Slalomfahrern, so dass Franzoni/Vinatzer auf Platz sieben abrutschten.
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