Olympia 2026 - Reaktionen zum schweren Sturz von Lindsey Vonn in der Abfahrt der Frauen: "Es ist eine Tragödie"
VonThomas Gaber
Update 08/02/2026 um 16:21 GMT+1 Uhr
Die Olympia-Abfahrt der Frauen wurde durch einen schweren Sturz von Lindsey Vonn überschattet. Die Fahrt der 41-Jährigen war bereits nach 13 Fahrsekunden beendet, nachdem sie bei einem Rechtsschwung mit dem Oberarm an einem Tor hängen geblieben war. Vonn musste mit dem Helikopter von der Strecke geflogen werden. Die Ski-Welt reagierte mit Bestürzung auf das Drama um die Speed-Queen aus den USA.
Drama nach 13 Sekunden: Vonn stürzt schwer in Abfahrt
Quelle: Eurosport
"Das ist nicht das Ende, das Lindsey verdient hat", sagte die Österreicherin Nina Ortlieb, die auf der schwierigen Tofana-Piste beim Olympiasieg der US-Amerikanerin Breezy Johnson ebenfalls stürzte, glücklicherweise aber unverletzt blieb.
Eurosport-Expertin Tina Maze erklärte, dass Vonn in ihren Augen "zu viel riskiert" habe, während FIS-Chef Johan Elias von einer "Tragödie" sprach.
Vonns Schwester Karin Kildow merkte an, dass Vonn ihre Entscheidung, trotz eines Kreuzbandrisses im linken Knie an den Start zu gehen, nicht bereuen werde.
Eurosport hat die Reaktionen zum Sturzdrama um Lindsey Vonn gesammelt.
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Quelle: Eurosport
Breezy Johnson (Olympiasiegerin, im Gespräch mit Eurosport): "Ich weiß, wie es sich anfühlt, wenn man hier in Cortina ohne Kreuzband fährt. Ich verstehe, dass sie es versucht hat, weil es so wunderschön ist hier - wir lieben es alle hier. Ich fühle mit Lindsey."
Emma Aicher (Silbermedaillen-Gewinnerin): "Ich habe bei ihrem Sturz gleich weggeschaut. Ich hoffe, dass sie sich nicht schwer verletzt hat. Gute Besserung."
Kira Weidle-Winkelmann (Neunte in der Abfahrt im Gespräch mit Eurosport): "Ich hoffe, dass Lindsey nicht schwer verletzt ist, wünsche ihr alles Gute und wünsche mir, dass wir sie hier in Cortina auf der Strecke wiedersehen."
Jaqueline Wiles (Vierte in der Abfahrt): "Es waren gemischte Gefühle. Ich habe mich für Breezy gefreut, war aber für Lindsey am Boden zerstört. Es ist wirklich schlimm, und in diesem Moment brach mir das Herz für sie. Aber das ist das Risiko dieses Sports."
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Siegerehrung: Aicher strahlt mit Silbermedaille um die Wette
Quelle: Eurosport
Johan Eliasch (FIS-CEO): "Es ist eine Tragödie. Im Namen der FIS will ich mich bei Lindsey Vonn bedanken, dass sie ihr Comeback noch einmal versucht hat."
Karin Kildow (Schwester von Lindsey Vonn): "Das war definitiv das Letzte, was wir sehen wollten. Es ging alles so schnell und in so einer Situation hofft man natürlich sofort, dass sie okay ist. Es war ein ziemlich schwerer Sturz, aber Lindsey wird ihre Entscheidung zu starten nicht bereuen. Sie gibt immer 110 Prozent, niemals weniger, also weiß ich, dass sie ihr ganzes Herzblut hineingesteckt hat. Aber es ist ein sehr gefährlicher Sport und Stürze können immer passieren."
Viktoria Rebensburg (Europsort-Expertin): "Der Sturz sah fürchterlich aus. Wir wussten alle, dass es heute nur zwei Möglichkeiten für sie gab - alles riskieren, dann zu stürzen oder eben eine Medaille zu holen. Lasst uns die Daumen drücken, dass es nicht allzu schlimm ist."
Tina Maze (Eurosport-Expertin): "Wir wissen alle um die Schwierigkeiten, die Lindsey in den letzten Tagen durchlebt hat. In meinen Augen hat sie zu viel riskiert, hier heute ins Rennen zu gehen. So konnte ein solcher Sturz passieren - und wenn du dann auch noch nicht fit bist, können die Konsequenzen noch schlimmer sein. Aber wir kennen Lindsey ja alle - das war ihre Entscheidung. Sie wollte es unbedingt. Das ist schrecklich."
Johan Clarey (Eurosport-Experte): "Meiner Meinung nach ist sie an dieser Stelle mehr abgehoben, als sie geplant hatte. Sie muss schneller gewesen sein als im Training. Wenn man mit dem Arm am Tor hängenbleibt und die Füße auf dem Boden sind, ist das kein Problem. Wenn man in der Luft ist, wird man umgeworfen - so wie es ihr passiert ist. Bei einem solchen Fehler hat man keine Chance, sich wieder aufzurichten."
- Zum Nachlesen: So lief die Olympia-Abfahrt von Cortina
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André Myhrer (Eurosport-Experte): "Sie hat alles getan, um an diesen Punkt zu gelangen, die Olympischen Spiele waren ihr großes Ziel und ich verstehe ihre Entscheidung, anzutreten. Die Frage ist, ob es eine kluge Entscheidung war - was es wirklich absolut nicht war. Es war nicht schön, das mit anzusehen. Ich habe Mitleid mit ihr und hoffe wirklich, dass es nicht so ernst ist, wie es aussieht."
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Mit Kampf und Risikobereitschaft zu Gold: Die Abfahrt von Johnson
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Felix Neureuther (Ex-Rennläufer): "Ich habe noch gesagt: 'Lindsey, bitte übertreib' es nicht.' Liebe Lindsey, alles Gute, du alte Kämpferin."
Nina Ortlieb (stürzte in der Abfahrt): "Das ist nicht das Ende, das Lindsey verdient hat. Sie hat gewusst, dass es ein gewisses Risiko braucht, wenn man vorne dabei sein will. Die Dichte ist hoch, mit nur schön runterfahren gewinnt man auch nichts. Heute hat die Sicht dazu eingeladen, dass man die eine oder andere Stelle enger fährt. Fehler werden beinhart bestraft."
Malorie Blanc (19. in der Abfahrt): "Ich habe gesehen, wie sie in einer ganz komischen Position am Boden liegt. Ich hoffe, dass es nicht zu schlimm ist. Sie hat es probiert, ich habe daher auch sehr viel Respekt für sie. Es ist unglaublich, wie es plötzlich leise wurde im Zielraum."
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