Olympia 2026: Vincent Kriechmayr als Gold-Favorit in Bormio? Legende Franz Klammer glaubt an österreichischen Sieg

Die österreichische Abfahrtslegende Franz Klammer glaubt an eine ÖSV-Goldmedaille bei den Olympischen Spielen 2026 auf der "Stelvio"-Abfahrt. Der 72-Jährige vertraut auf die Qualitäten von Vincent Kriechmayr - auch wenn die österreichischen Speed-Stars seit 2023 auf einen Sieg in der Abfahrt warten. Andere Experten kritisierten Kriechmayr für das Auslassen der "Generalprobe" in Crans-Montana.

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"Der ganze große Druck lastet auf den Schweizern und Italienern, während Kriechmayr nichts zu verlieren hat", sagte Klammer im "ORF". "Auch deshalb glaube ich, dass er die Goldmedaille gewinnt! Bei Großereignissen war auf den 'Vinc' bisher meistens Verlass, bei der WM in Cortina 2021 hat er zwei Goldmedaillen gewonnen. Und in Bormio ist er fast immer gut gefahren."
Auf der berüchtigten "Stelvio", die üblicherweise zwischen Weihnachten und Neujahr im Rennkalender steht, konnte Kriechmayr 2022 gewinnen. In der Abfahrt kam zudem noch ein zweiter und ein fünfter Platz hinzu, im Super-G waren es sogar vier Podestplätze, darunter ein zweiter Rang in der Vorsaison.
Ähnlich argumentiert der Streif-Sieger von 1999, Hans Knauss: "Dass man den Vincent nie abschreiben sollte, hat er im Vorjahr gezeigt, als er drei Wochen nach seinem üblen Ziel-S-Abflug am Lauberhorn bei der WM-Abfahrt in Saalbach die Silbermedaille gewonnen hat. Und ich möchte daran erinnern, dass die technisch höchst anspruchsvolle Olympiastrecke in Bormio Kriechmayr sehr gut liegt."
Crans-Montana liegt dem besten ÖSV-Speedfahrer dagegen deutlich weniger. Auch darum entschied er sich für einen Trainingsblock in der Heimat anstatt für die beiden Weltcup-Rennen. Für Fritz Strobl eigentlich ein Unding: "Wenn ich in meiner Rennfahrerzeit dasselbe getan hätte, wie es der Vincent Kriechmayr jetzt tut, hätten mich meine damaligen Teamchefs nicht zu den Olympischen Spielen mitgenommen", sagte der Olympiasieger von 2002. Die Dichte im ÖSV-Kader habe aber so sehr abgenommen, dass es sich Kriechmayr erlauben könne, zumal er auf die kleine Kristallkugel ohnehin keine realisitischen Chancen mehr hat.
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Kriechmayr über die Streckenverhältnisse: "Komplett egal"

Die Speedfahrer blicken vor den ersten Trainings in der Abfahrt gebannt auf die Wettervorhersage. Für die Tage vor den ersten Rennen wird sehr viel Schneefall angekündigt, was natürlich Auswirkungen auf die Piste haben wird.
Dass die Piste dann weniger eisig sein könnte, ist Kriechmayr laut eigener Aussage "komplett egal". Er habe auch schon unter verschiedenen Bedingungen Erfolge einfahren können.
"Ich bin gespannt, wie die Atmosphäre während der Olympischen Spiele dort ist", sagte Kriechmayr über die Wettkampfstätte in Bormio gegenüber der "Krone". "Ich kenne es aus dem Weltcup im Dezember nach Weihnachten, da rührt sich nicht so viel."
Der ÖSV-Star jagt in Bormio seine erste Olympia-Medaille, bsiher landete er in Super-G und Abfahrt bei zwei bisherigen Teilnahmen auf den Plätzen fünf, sechs, sieben und acht.
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