Olympia 2022 - Ski Alpin: Fritz Dopfer im Podcast über hartes Training und Karriereende

Als Fritz Dopfer im März 2020 seine erfolgreiche Karriere im Ski Alpin beendet hat, war er "erleichtert". Doch in "Hambüchen & Friends - Der Olympia-Podcast" erzählt der Slalom-Vizeweltmeister von der herausfordernden Zeit danach. Außerdem bespricht er mit Moderator Fabian Hambüchen den Mythos Skigymnasium Stams und das Duellerin mit der legendärsten Slalom-Generation aller Zeiten.

Fritz Dopfer im Podcast

Fotocredit: Eurosport

Dopfer erklärt, wie es zu seinem Karriereende kam. 2020 sei dafür "der absolut richtige Zeitpunkt" gewesen. "Ich habe viel mit körperlichen Problemen zu kämpfen gehabt. In den letzten zwei Jahren waren Rennen ohne Schmerzmittel nicht mehr möglich. Dementsprechend war ich erleichtert, dass ich den Zeitpunkt selbst gewählt habe. Danach war schon eine Phase der Neuorientierung und Suche nach neuen Herausforderungen. Ich habe mir während meiner Karriere ein paar Sachen überlegt, aber wenn du dann wirklich da stehst und deine größte Leidenschaft aufgeben musst, dann war das ein schwieriger Moment", erzählt der WM-Silbermedaillengewinner von 2015.
"Aber ich habe dann eine neue berufliche Herausforderung gefunden und schnell gemerkt, dass ich im Sportbereich tätig bleiben und den Sport aus dem beruflichen Bereich kennenlernen will. Wenn ich die letzten zwei Jahre Revue passieren lasse, bin ich total happy. Zusätzlich bin ich ein richtiger Genuss-Skifahrer geworden. Das habe ich mir früher nie erhofft oder erwartet, dass ich mit riesengroßen Glücksgefühlen eine unverspurte Strecke auf der Piste runterziehen kann, ohne Stangen, ohne Zeit- und Wettkampfdruck – und das trotzdem genießen kann. Ich bin total glücklich, den richtigen Sport gefunden zu haben."
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Quelle: Eurosport

Der 34-Jährige erläutert bei Eurosport die Trainingsverhältnisse und die Beziehung zum DSV: "Sie haben mich mit offenen Armen empfangen. Das Gute ist, wenn nicht so viele Topathleten da sind, dann hast du ein gutes Betreuungsverhältnis. Im ÖSV waren wir 15 Athleten und drei Trainer. Da war die individuelle Ansprache und Training nicht möglich. Ich habe dann schon gemerkt, wie sich die Trainer mit mir befassen. Dementsprechend habe ich relativ schnell brutale Rückendeckung, sehr viel Geduld und Offenheim gespürt. Ich habe dann nämlich 25 Weltcupeinsätze benötigt, um mich das erste Mal für einen zweiten Durchgang zu qualifizieren. Zweieinhalb Saisons bin ich jedes Weltcuprennen im Slalom und Riesenslalom gefahren und habe jedes Mal einen auf den Deckel bekommen. Genau in diesen Phasen habe ich immer das Grundvertrauen von den Trainern gehabt. Die haben immer wieder gesagt: 'Das braucht seine Zeit.'"
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Quelle: Eurosport

Olympia-Podcast mit Fritz Dopfer

Zum Topstar wurde er nur durch viel Training, erzählt Dopfer: "99 Prozent deiner leistungssportlichen Karriere passiert im Unsichtbaren und sieht kein Mensch. Du trainierst unzählige Stunden auf Hängen, im Kraftraum – und keiner nimmt Notiz davon. Du musst dir da immer wieder einen Sinn und Motivation geben für das eine sichtbare Prozent. Das Training ist ja eigentlich viel, viel wichtiger als das Rennen, weil du hier gewisse Fehlermuster aufbrechen und dich weiterentwickeln kannst. Und da war es für mich sehr, sehr wichtig, dass ich mit Felix einen Topathleten an meiner Seite hatte, der mir in der Anfangszeit meiner DSV-Karriere oft zwei bis zweieinhalb Sekunden pro Lauf um die Ohren gefahren ist."
Der gebürtige Österreicher erklärt gegenüber Eurosport, dass es zwei Möglichkeiten gab: "Entweder du gibst dich dem hin – oder du denkst dir: 'Ich mache jetzt diese eine Wiederholung, diesen einen Lauf, diesen einen Trainingstag mehr.' Und das war mein Ansatz. Ich war nie der Talentierteste, sondern ich habe das Talent zu arbeiten, zu kämpfen und mehr zu machen. Das habe ich dann ausgespielt. Von 2014 bis 2016 hatte ich die glückliche Fügung, dass ich sehr gesund durch den Leistungssport gegangen bin. Klar gab es Probleme im Rückenbereich oder am Knie, aber nie eine große Verletzung. Das hat dazu geführt, dass in dieser Zeit die meisten Entwicklungsschritte zu erkennen waren."
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Quelle: Eurosport

Alle Folgen Hambüchen & Friends - der Eurosport-Podcast zu den Olympischen Spielen:

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