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Olympia 2022: Patrice Morisod, Ex-Coach von Didier Cuche, berichtet über kuriose Erlebnisse mit Chinas Alpin-Fahrern
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Publiziert 01/02/2022 um 13:34 GMT+1 Uhr
Patrice Morisod, ehemaliger Trainer von Ex-Ski-Weltmeister Didier Cuche, hat im "Blick" von seinen Erlebnissen mit den chinesischen Alpin-Fahrern berichtet. Der Schweizer war 2018 vom Ski-Verband Chinas angefragt worden. "Was sich da abgespielt hat, war ziemlich verrückt", erzählte Morisod nun wenige Tage vor Beginn der Olympischen Winterspiele in Peking (ab 4. Februar live bei Eurosport).
Yangming Zhang bei Olympia 2018
Fotocredit: Imago
"Einige chinesische Rennfahrer haben von Haus aus so viel Geld, dass sie mit dem Helikopter angereist sind. Und mir wurde ein Gehalt in Aussicht gestellt, wie man es ansonsten nur bei den ganz grossen Ski-Nationen verdienen kann", erklärte der ehemalige Cuche-Coach.
Am Ende kam es allerdings zu keinem Vertrag, denn Morisod sollte darlegen, wie viele Medaillen er mit den chinesischen Fahrern bei den Heimspielen gewinnen könne.
Der Schweizer antwortete ehrlich, wie er nun verriet. "Vielleicht können diese Leute eines Tages als Skilehrer oder Trainer arbeiten. Aber sie werden sicher nie Edelmetall bei Welt-Titelkämpfen gewinnen", sei seine knallharte Analyse gewesen.
Die chinesischen Verantwortlichen waren davon nicht begeistert.
Morisod: Ex-Weltcupfahrer bremsten für Chinas Sportler
Morisod sagte gegenüber "Blick" jedoch erneut: "Weil Chinas Alpin-Hoffnungen erst mit elf Jahren oder später ihren ersten Skitag absolviert hatten, zeigten sie bei meiner Sichtung das Niveau, das wir in der Schweiz von eher schlechten JO-Fahrern (Schweizer Junioren-Fahrer, Anm. d. Red.) kennen."
Aus Sicht des Ski-Trainers konnten sich viele chinesische Sportler im Abfahrtsweltcup ohnehin nur in die Top 150 vorarbeiten, weil "einige ehemalige Weltcup-Fahrer aus Österreich und Italien zu den FIS-Rennen nach China eingeladen wurden, die zugunsten der einheimischen Athleten gebremst haben - somit konnten die Chinesen ihre Punkte erheblich verbessern", so Morisod.
Für Olympia sehe er "keinen Chinesen, der pro Lauf weniger als zehn Sekunden verlieren wird", stellte der Schweizer da. Den Posten als Trainer der chinesischen Mannschaft ging schlussendlich an einen Österreicher.
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Quelle: Eurosport
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