In einem Instagram-Video gab sich Manuel Feller verständnisvoll: "Manche Fans sind ein bisschen besorgt, dass ich in den A-Kader abgestuft wurde. Kein Grund zur Sorge, für mich ändert sich eigentlich nicht viel, bis darauf, dass ich ein paar Jacken weniger bekomme."

Der Slalom-Spezialist fiel den schärferen Kriterien von Sportdirektor Toni Giger zum Opfer. Giger sagte zu den Nominierungskriterien: "Du musst in deiner Disziplin zu den besten zehn der Welt gehören, dann bist du dabei."

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Diese Vorgabe verpasste Feller in der vergangenen Saison auch aufgrund zahlreicher Verletzungsprobleme deutlich: Den Slalom-Weltcup beendete er als 26., im Riesenslalom-Weltcup wurde er 27.

Feller äußerte sich daher selbstkritisch: "Ich kann nur mir selbst die Schuld geben. Es gilt gewisse Kriterien zu erfüllen und die habe ich nicht erfüllt. Ich habe in meiner Karriere viele Leute getroffen, die gesagt haben: 'Der trägt Schuld, dass aus mir nichts geworden ist'. Schlussendlich haben wir alles selbst in der Hand. Genauso ist es auch da."

Feller muss sich neuen Helmsponsor suchen

Zusätzlich zur Nichtnominierung für die Nationalmannschaft muss Feller aktuell noch eine weitere Hiobsbotschaft verkraften. Sein Helmsponsor, das Skigebiet Saalbach-Hinterglemm, wird nicht mehr auf dem Kopf des WM-Zweiten im Slalom von 2017 werben.

Auch hier sagte der 27-Jährige gelassen: "Da kann man auch niemandem böse sein. Ein Sponsor ist kein Recht, sondern ein Privileg. Wenn jemand viel Geld in die Hand nimmt und man dafür sein Logo auf die Stirn klopft, muss man dankbar sein. Das bin ich auch. Saalbach, danke für drei wundervolle Jahre mit Höhen und Tiefen. Immer noch das geilste Ski-Gebiet."

Seit Montag findet im Ötztal für die österreichischen Herren das erste Training der Saisonvorbereitung statt. Die Speed- und die Slalom-Gruppe startete in die WM-Saison 2020/2021. Die Alpine Ski-WM wird vom 8. bis 21. Februar im italienischen Cortina d’Ampezzo ausgetragen.

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