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Olympia 2018: Thomas Dreßen verpatzt das erste Abfahrts-Training in Pyeongchang
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Publiziert 08/02/2018 um 12:39 GMT+1 Uhr
Thomas Dreßen fährt nach seinem Sieg beim schwersten Abfahrtsrennen der Welt mit dem "Kitzbühel-Rucksack" über die Olympiapiste in Pyeongchang. Das erste Kennenlernen sah nicht nach Liebe auf den ersten Blick aus. Der deutsche Hoffnungsträger ließ ein Tor aus und erzielte eine indiskutable Zeit ohne jede Aussagekraft.
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Es war nicht gerade Liebe auf den ersten Blick. Als Thomas Dreßen am Donnerstag sein erstes olympisches Rendezvous mit der Abfahrtspiste von Pyeongchang hatte, sprühten keine Funken. Bis zum Rennen am kommenden Sonntag hat der Sieger von Kitzbühel noch ausreichend Zeit, den "Jeongseon Downhill" besser kennenzulernen und sich mit ihm anzufreunden, eines ist Dreßen aber schon klar: "Das wird mit Sicherheit eine Schlacht werden" - und "auf alle Fälle eine enge Geschichte."
Im Grunde genommen besteht die olympische Abfahrt aus ziemlich vielen, meist sehr langgezogenen Kurven, unterbrochen von vier halbwegs anspruchsvollen Sprüngen: Ein Spektakel wird das nicht werden, eher schon eine Materialschlacht. Nicht zuletzt, weil in Südkoreas die Bedingungen ungewöhnlich sind. "Der Servicemann und ich müssen einen guten Tag haben", sagt Hannes Reichelt aus Österreich, denn: "In diesem Schnee verliert man brutal schnell an Tempo", warnt Aksel Lund Svindal aus Norwegen.
Auf Anhieb am besten kamen mit der Strecke und den Bedingungen zwei Läufer zurecht, die am Sonntag wohl zu den Favoriten zählen werden. Manuel Osborne-Paradis aus Kanada erzielt am Donnerstag die Bestzeit, gefolgt von Kjetil Jansrud aus Norwegen, der vor zwei Jahren das Weltcup-Rennen in Joengseon gewonnen hatte. Die Deutschen? Fuhren erst mal hinterher: Josef Ferstl belegte Rang 21 (+1,84 Sekunden), Andreas Sander Rang 24 (+1,94), Dreßen Rang 31 (+2,28). Nicht berauschend, aber erklärbar.
Dreßen macht sich vor Abfahrts-Rennen keine Gedanken
Das erste Training ist selten aussagekräftig - Dreßen etwa fuhr an einem Tor vorbei, im Rennen wäre ihm das nicht passiert. Ein Grund: Weil er mit Startnummer eins auf die Strecke musste, war er auch ein wenig der Testpilot für die anderen. Darüber hinaus erwies sich der Ski, den er am Donnerstag testete, wohl nicht als der geeignetste. Eine andere Kurssetzung käme ihm auch gelegen, aber Dreßen ist keiner, der jammert: "Das kriegen wir schon hin, da mache ich mir jetzt keine Gedanken."
Ohnehin ist Dreßen auch keiner, der sich aus der Ruhe bringen lässt. Demzufolge empfindet er es als äußerst angenehm, dass er weit weg von einem möglichen olympischen Rummel wohnt. Beinahe alle Abfahrer sind derzeit in einem schmucklosen Hotel direkt am Fuße des Berges Gariwang untergebracht - außer der Strecke ist dort wenig zu sehen. "Ich find's schön", sagt Dreßen dennoch, "mir gehts darum, dass ich meine Ruhe habe, dass ich mich in Ruhe vorbereiten kann, und von daher passt es."
Nur seine Beziehung zum "Jeongseon Downhill", die könnte noch ein wenig inniger werden.
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