Für Wiesler war Rang elf gleichbedeutend mit dem besten Weltcup-Ergebnis ihrer Karriere. Zuvor hatte die 22-Jährige einen zwölften Platz beim Slalom in Maribor im Februar 2015 zu Buche stehen.
Löseth zeigte sich über ihren Erfolg selbst überrascht. "Es hat sich gar nicht so gut angefühlt", gestand die 26-Jährige nach dem zweiten Lauf. "Im Ziel war ich fast geschockt. Ich hatte einige Höhen und Tiefen, hatte einige Verletzungen. Es war ein harter Weg."
Als beste Österreicherin wurde Michaela Kirchgasser Vierte. "Es wäre mehr möglich gewesen, das wurmt mich. Ich bin froh, mit so einer Leistung immer noch Vierte zu sein. Ich bin aber froh über die Platzierung und, dass ich den Flow mitgenommen habe. Jetzt freue ich mit auf den Nacht-Slalom in Flachau", analysierte die ehemalige WM-Zweite ihre Leistung.
Santa Caterina
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Ernüchternd verlief der zweite Durchgang für die Schweizer Damen. Zur Halbzeit hatten Charlotte Chable und Michelle Gisin noch auf den Rängen zwei und vier gelegen. Im Finale schied Gisin aus und Chable fiel nach einem schweren Fehler weit zurück. Beste Eidgenossin wurde somit Wendy Holdener als Sechste.

"Das ist schon geil"

Als Maren Wiesler im Zielraum abschwang und die "1" aufleuchten sah, riss sie die Arme hoch, warf glücklich den Kopf in den Nacken und lachte erlöst. Auf dem ersten Rang blieb die Ski-Rennläuferin aus dem Schwarzwald beim Slalom im italienischen Santa Caterina dann nur eine gute Minute, am Ende stand die "11" neben ihrem Namen - zufrieden sein durfte sie mit dem Resultat allemal: Es war ihr bislang bestes im Weltcup.
"Ich habe mir das schon so erhofft, aber dass es jetzt auch so gekommen ist, das ist schon geil", sagte Wiesler. Die 22 Jahre alte Jahre alte Sportsoldatin, die zugleich per Fernstudium eine Ausbildung zur Fitnesstrainerin vorantreibt, war bei WM im vergangenen Februar angenehm aufgefallen: Über eine interne Qualifikation hatte sie einen Startplatz ergattert und dann als Zwölfte auch überzeugt.

"Im Ziel fast geschockt"

Eine Klasse für sich war auf der Piste "Deborah Compagnoni", auf der am Dreikönigstag auch die Männer um Felix Neureuther oder Marcel Hirscher aus Österreich an den Start gehen, Nina Löseth aus Norwegen. Bei ihrem immerhin 98. Start im Weltcup gelang ihr endlich der erste Sieg - nach zuvor zwei dritten Plätzen und einem zweiten Rang. "Das ist ein tolles Gefühl. Im Ziel war ich fast geschockt. Ich will das noch öfter erleben", sagte die 25-Jährige.
Löseth siegte überlegen vor der ehemaligen Weltmeisterin Sarka Strachova aus Tschechien (1,12 Sekunden zurück) und Veronika Velez-Zuzulova aus der Slowakei (1,37). Es war der erste Sieg einer norwegischen Rennläuferin seit Oktober 2002, der erste in einem Slalom seit Januar 2000 - und bereits der neunte für Norwegen in dieser Saison nach den Erfolgen von Aksel Lund Svindal (5), Henrik Kristoffersen (2) und Kjetil Jansrud (1). Kristoffersen ist Favorit am Mittwoch.
Maren Wiesler bestritt am Dienstag ihr 20. Weltcup-Rennen - ein Aufwärtstrend ist bei ihr unverkennbar. Die ersten vier Rennen in dieser Saison verliefen noch enttäuschend, einmal konnte sie sich nicht für den zweiten Lauf qualifizieren, die anderen drei Mal schied sie im ersten Lauf aus. Dann platzte kurz vor Neujahr beim Slalom in Lienz/Österreich der Knoten - Rang 17. "ich mache jetzt einfach so weiter", sagte sie, "ich nehme mir lieber nichts vor, sonst verkrampft man."
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