Ski-WM: Romed Baumann gewinnt sensationell Silbermedaille im Super-G der Herren

Romed Baumann ist bei der alpinen Ski-WM in Cortina d'Ampezzo sensationell zu Silber im Super-G der Männer gefahren. Der 35-Jährige musste sich nur dem neuen Weltmeister Vincent Kriechmayr aus Österreich geschlagen geben, der in 1,19:41 Minuten am Ende 0,07 Sekunden vor Baumann lag. Bronze ging an den Franzosen Alexis Pinturault (+0,38). Andreas Sander belegte einen guten neunten Rang (+0,88).

Jubel im Super-G: Romed Baumann fuhr zur Silbermedaille

Fotocredit: Getty Images

Romed Baumann hat bei der alpinen Ski-WM in Cortina d'Ampezzo sensationell Silber im Super-G gewonnen.
In einem spektakulären Rennen lag der gebürtige Österreicher, der seit zwei Jahren für den Deutschen Skiverband (DSV) fährt, nur 0,07 Sekunden hinter dem favorisierten Österreicher Vincent Kriechmayr. Bronze gewann Alexis Pinturault (+0,38).
Baumann startete gut ins Rennen und ließ sich im oberen Streckenabschnitt der neuen Piste Vertigine, in dem die Tore auffällig eckig gesteckt waren, nicht aus dem Rhythmus bringen.
Mit dem Österreicher Christian Waldner, Loïc Meillard (Schweiz) sowie Landsmann Mauro Caviezel schieden die Startnummern eins bis drei bereits nach wenigen Sekunden Fahrzeit am Kriterium des Rennens aus. Mit einer hervorragenden Fahrt im unteren Teil des Super-Riesentorlaufes krönte der 35-jährige Baumann seine hervorragende Leistung an einem strahlenden Wintertag in Cortina.
Im Interview bei der "ARD" kamen ihm die Tränen: "Es ist heute alles so locker von der Hand gegangen, ich hab gar nicht geschnauft im Ziel, es ist unglaublich", sagte Baumann, der seine ganze Routine ausspielte.

Romed Baumann: "Altes Eisen" läuft zur Höchstform auf

Nur sein ehemaliger Mannschaftskollege Kriechmayr war an diesem beinahe kitschigen Tag um einen Wimpernschlag schneller als Baumann.
"Ich war ganz unten, sportlich gesehen, jetzt bin ich fast ganz oben - unglaublich", sagte Baumann (35) mit leicht bebender Stimme und erinnerte sich: "Da waren doch sehr viele, die gesagt haben, da geht nix mehr, der ist zu alt, der traut sich nicht mehr, der attackiert nicht, seit er Familie hat, zieht er zurück."
Für den DSV war es die erste WM-Medaille bei den Herren seit Slalom-Bronze von Felix Neureuther 2017 in St. Moritz/Schweiz. Im Super-G der Männer hatte bislang nur 1987 der spätere Olympiasieger Markus Wasmeier als Dritter in Crans-Montana/Schweiz auf dem WM-Podest gestanden.
Baumann hatte zuvor für Österreich Bronze im Teamwettbewerb (2011 in Garmisch-Partenkirchen) und in der Super-Kombination (2013 in Schladming) gewonnen.
(SID)
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Quelle: Eurosport

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