Platz drei ging an den Schweizer Beat Feuz (+0,18). Thomas Dreßen konnte sich bei seinem Comeback nicht in den Top 15 platzieren.
Sander hatte vor mittlerweile 13 Jahren bei den Junioren-Weltmeisterschaften Gold im Super-G gewonnen, im Weltcup allerdings nie das Podest erreicht. Seine besten Resultate waren drei fünfte Plätze, zuletzt bei der Abfahrt auf der Streif in Kitzbühel. Für den Deutschen Skiverband (DSV) verfehlte er das erste Abfahrtsgold bei den Männern seit dem Sieg von Hansjörg Tauscher 1989 in Vail. Die letzte Medaille hatte 2001 in St. Anton Florian Eckert mit Bronze gewonnen.
Für den DSV ist es bereits die dritte völlig überraschende Silbermedaille bei dieser WM. Zuvor hatten Romed Baumann (Super-G) und Kira Weidle (Abfahrt) Gold ebenfalls nur knapp verfehlt.
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"Es ist sensationell. Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll", sagte Sander nach dem Rennen. "Ich ärgere mich überhaupt nicht. Vince und ich haben als wir im Ziel waren nie damit gerechnet, dass wir Medaillen abholen. Wir hatten nicht das super Gefühl. Es ist ein ganz besonderer Moment für mich."

Hundertstelkrimi! Sander in WM-Abfahrt hauchdünn geschlagen

Sander fehlen 27 Zentimeter zum WM-Gold

Dem bereits mit Nummer zwei gestarteten Sander fehlten am Ende der 2610 Meter langen Piste Vertigine umgerechnet 27 Zentimeter auf Kriechmayr, der als Erster ins Rennen gegangen war.
Der Österreicher ist der dritte Skirennläufer nach Hermann Maier (Österreich/1999) und Bode Miller (USA/2005), der beide Speed-Rennen bei einer WM gewann.

WM-Analyse Sander vs Kriechmayr: Wo steckt die goldene Hundertstel?

Schrecksekunde nach Sturz von Baumann

Die anderen deutschen Starter konnten sich nach fehlerhaften Fahrten nicht unter den ersten Zehn platzieren. Baumann stürzte nach seiner Fahrt im Ziel, erlitt dabei aber nur blutige Cuts an Nase und Lippe. Er belegte Rang 14.
Anschließend gab der Deutsche Skiverband erste Entwarnung. "Soweit ich informiert bin, hat Romed Baumann Schnitte im Gesicht aber sonst keine Verletzungen. Aber wir wollen ihn noch einmal durchchecken", sagte Sportdirektor Wolfgang Maier.

Blutiger Sturz! Baumann crasht in Zielbarriere

Thomas Dreßen kam in seinem ersten Rennen nach 344 Tagen und einer Hüft-OP am 27. November auf Rang 18. Der ehemalige Kitzbühel-Sieger patzte vor dem Übergang am Vertigine-Sprung. Dominik Schwaiger fuhr auf Rang 22.

Kopfschütteln bei Dreßen: Dicker Bock kostet Top-Platzierung

Auf spektakuläre Weise verhinderte der Franzose Maxence Muzaton einen schweren Sturz. Nacnhdem es ihm die Beine auseinanderriss und er schon im Schnee lag, richtete er sich wieder auf, machte eine 180-Grad-Drehung und blieb rückwärts auf Skiern stehen. Muzaton hatte allerdings anschließend Probleme mit dem Knie. Eine Diagnose steht noch aus.

Krasser Stunt bei WM-Abfahrt: Bei über 100 km/h rückwärts gelandet

Ergebnis + Ticker: So lief die WM-Abfahrt
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