Ski-WM 2023 in Méribel und Courchevel: Österreich droht schlechtestes Abschneiden seit 36 Jahren - Mangelware Gold
Die österreichische Ski-Mannschaft gewann bei der diesjährigen WM in Méribel und Courchevel bisher sechs Medaillen (dreimal Silber, dreimal Bronze). Den Sprung aufs oberste Treppchen schaffte die Ski-Nation allerdings noch nicht. Der Umstand, dass noch keine einzige Goldmedaille für den ÖSV herumsprang, ist alamierend, Österreich droht das schlechteste Abschneiden bei einer WM seit 36 Jahren.
Marco Schwarz
Fotocredit: Getty Images
Mit drei Silber- und drei Bronzemedaillen verbucht Österreich hinter Norwegen (sieben Medaillen) die zweitgrößte Ausbeute aller Nationen. Auf den Medaillenspiegel wirkt sich dies jedoch nur bedingt positiv aus. Weil noch keine Goldmedaille eingefahren wurde, rangiert der ÖSV lediglich auf dem achten Platz.
Selbst Deutschland verzeichnet nach der Goldmedaille im Parallel-Wettbewerb von Alexander Schmid aktuell eine bessere Platzierung als die Alpennation. Für Österreich würde dies - zumindest mit Blick auf den Medaillenspiegel - das schlechteste Abschneiden bei einer WM seit 1987 bedeuten. Damals, bei den Weltmeisterschaften in Crans-Montana, stand letztmals aus ÖSV-Sicht keine einzige Goldmedaille zu Buche.
In Méribel und Courchevel haben die Österreicher:innen noch drei Chancen auf das wertvollste aller Edelmetalle: Am Freitag steht der Riesenslalom der Herren an, ehe am Samstag und Sonntag im Slalom der Damen beziehungsweise Herren die letzten beiden Medaillen vergeben werden.
Um ein ähnliches Negativerlebnis wie seinerzeit in Crans-Montana noch abzuwenden, muss also eine Goldmedaille her. Als Hoffnungsträger gelten Manuel Feller und Marco Schwarz, wenngleich sie nicht zu den absoluten Top-Favoriten auf den großen Coup zählen.
"Es geht um die Anzahl der Medaillen"
ÖSV-Präsidentin Roswitha Stadlober möchte das bisherige Ergebnis allerdings nicht zu kritisch bewerten. "Wie hat mein Vor-Vorgänger (Peter Schröcksnadel, Anm. d. Red.) immer gesagt? Es geht um die Anzahl der Medaillen", sagte Stadlober und schob nach. "Da haben wir einige, aber es fehlt natürlich Gold - das ist so."
Aufgegeben hat sie den Traum von Gold indes noch nicht: "Ich hoffe ganz stark auf den Sonntag", erklärte sie mit Blick auf den abschließenden Slalomwettbewerb der Herren.
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Quelle: Eurosport
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