Alpine Ski-WM 2023: Mikaela Shiffrin will aus Tränen-Interview im "ORF" nach Super-G Konsequenzen ziehen

Mikaela Shiffrin feierte vor wenigen Tagen bei der Ski-WM in Courchevel/Méribel Silber im Super-G. Ein tränenreiches Interview beim "ORF" direkt nach ihrem Rennen veranlasst die US-Amerikanerin jetzt aber, über eine andere Herangehensweise nachzudenken. Sie werde nicht mehr "zu diesen Interviews gehen, wenn ich noch nicht bereit bin, die Fragen in der besten Art und Weise zu beantworten".

Shiffrin bei Eurosport: "War mir sicher, ich werde Vierte!"

Quelle: Eurosport

Gleich nach ihrem Lauf sei sie zu dem besagten Interview in der Mixed-Zone gegangen. Zu diesem Zeitpunkt war die Medaille aber noch nicht fix und Shiffrin wohl noch sehr angespannt.
"Ich habe nicht ganz verstanden, was er ("ORF"-Reporter Diendorfer, Anm. d. Red.) sagen wollte, und habe es ein bisschen provozierend aufgefasst. Dann war es Emotion in die falsche Richtung", wird die 27-Jährige in der "Kronen-Zeitung" zitiert.
Die ganze Situation sei daher "nur eine Art Missverständnis". Dass dem Journalisten nun vor allem auf Twitter vorgeworfen werde, nicht sensibel genug gewesen zu sein, tue ihr leid: "Es war nicht sein Fehler."
Shiffrin gestand zudem, dass die anhaltend gleichen Fragen vieler Reporter nicht spurlos an ihr vorübergingen.

Shiffrin nimmt Patzer mit Humor

"Speziell in den letzten vier Wochen habe ich Hunderte Fragen über diese WM gestellt bekommen und darüber, ob ich mir Sorgen mache, dass sie genau so wird wie die Olympischen Spiele letztes Jahr", berichtete die US-Amerikanerin. Wenn man wiederholt die gleichen Fragen gestellt bekomme, sei es "sehr schwierig, im Kopf die Balance zu halten und noch immer positiv zu sein".
Bei Olympia in Peking im Vorjahr war Shiffrin als große Favoritin in sechs Rennen ohne Medaille geblieben. In drei Wettbewerben (Slalom, Riesenslalom und Kombination) kam sie zudem nicht ins Ziel.
Auch beim ersten WM-Rennen in Méribel, der Kombination, war die zweimalige Olympiasiegerin auf Medaillenkurs liegend kurz vor dem Ziel ausgeschieden. Ihre Reaktion darauf: "Nach der Kombi habe ich mir gedacht: Das kann nur ein Scherz sein?! Über 50 Prozent meiner Ausfälle sind bei Olympischen Spielen oder Weltmeisterschaften passiert. Das ist fast lustig. Aber es ist nur lustig, weil ich in der Lage war, heute eine Medaille zu gewinnen."
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Highlights: Enger Super-G - Bassino schnappt Shiffrin Gold weg

Quelle: Eurosport

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