Linus Straßer sieht sich nicht als Retter für den deutschen Skiverband: "Mache es für mich"

Für Linus Straßer ist ein Traum wahr geworden. Nach je einer Medaille im Teamwettbewerb bei Olympischen Spielen und Weltmeisterschaften sicherte er sich mit Bronze im WM-Slalom in Saalbach-Hinterglemm die erste Einzelmedaille bei einem Großereignis. Auch für den Deutschen Skiverband (DSV) war das wichtig, war Straßer doch die letzte Hoffnung, Österreich mit Edelmetall zu verlassen.

Highlights: Straßer rast beim WM-Slalom furios zu Bronze

Quelle: Eurosport

Der letzte Trumpf stach. "Ja, endlich", scherzte der Münchner im Interview mit dem Schweizer Fernsehen "SRF": "Ihr könnt darüber nur lachen. Aber für uns war das sehr wichtig."
Er habe die Medaille, ergänzte er, aber nicht für den DSV, sondern für sich selbst geholt. "Ich bin ein halbes Jahr weg von meiner Familie. Und das mache ich sicher nicht für den Deutschen Skiverband", erläuterte der 32-Jährige im "ZDF".
Wobei er präzisierte: "Der Deutsche Skiverband bietet mir eine super Grundlage. Und ich freue mich auch, dass ich eine Medaille für sie einfahren kann. Aber ich mache es für mich", so Straßer.
Mit seiner Vorstellung sei er natürlich zufrieden, es sei aber trotz Zwischenrang fünf noch etwas mehr drin gewesen. "Der zweite Durchgang war nicht ganz optimal. Das habe ich auch im Ziel gemerkt. Ich dachte schon, dass da auf jeden Fall noch etwas drin ist", sagte er im "SRF".

Straßer gesteht: "Zittern war groß"

Er fügte hinzu: "Dementsprechend war das Zittern groß. Aber ich habe mir die Chance gegeben, dass etwas Gutes entstehen kann, und letztendlich war das Glück auf meiner Seite."
Straßers Glück war Clement Noels Pech - der Franzose, Schnellster in Durchgang eins, schied aus. Loic Meillard sicherte so den Schweizer Herren das erste Slalom-Gold seit 1950, Atle Lie McGrath (Norwegen/+ 0,26 Sekunden) gewann Silber vor Straßer (+ 0,52). Der Österreicher Manuel Feller (+ 0,79) ging leer aus.
Dass Straßer ausgerechnet im deutschen Nachbarland Edelmetall holte, war für ihn etwas ganz Besonderes. "Ich bin in Österreich großgeworden und wurde hier skifahrerisch ausgebildet. Ich habe dem Land und den Leuten viel zu verdanken. Dementsprechend viel Spaß macht das auch, hier eine Medaille zu holen", so Straßer.
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Quelle: Eurosport


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