Ski-WM in Saalbach - ÖSV-Star Manuel Feller nach Slalom schwer enttäuscht: "Drei Bier allein werden's nicht richten"
VonLukas Fegers
Publiziert 17/02/2025 um 10:17 GMT+1 Uhr
Nach dem bitteren vierten Platz beim abschließenden WM-Slalom in Saalbach-Hinterglemm hat Lokalmatador Manuel Feller tiefe Einblicke in seine Gefühlswelt gegeben. Er habe "alles auf dieses Rennen gesetzt, den Fokus auf diesen Tag gelegt, alle Energie hineingesteckt", sagte der Österreicher, kurz nachdem er die Medaillenränge verpasst hatte: "Drei Bier allein werden's diesmal aber nicht richten."
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Quelle: Eurosport
In Saalbach war der 32-Jährige von den österreichischen Heimfans frenetisch angefeuert worden - doch der Slalom-Weltcupsieger der Vorsaison konnte die auch von sich selbst gesteckten hohen Ziele nicht erfüllen.
0,27 Sekunden lag Feller am Ende hinter dem drittplatzierten Linus Straßer, der für das deutsche Team die ersehnte WM-Medaille ergatterte. 0,79 Sekunden waren es auf den neuen Weltmeister Loïc Meillard (Schweiz). "Es tut extrem weh", betonte Feller der "Kleinen Zeitung" zufolge mit zitternder Stimme.
Im Vorfeld hatte der gebürtige Tiroler gesagt, dass es "die größte Enttäuschung seiner Karriere" wäre, wenn er bei seiner Heim-WM leer ausgehe. Und so ist es nun offenbar.
Normalerweise sei er "im Vergessen gut, weil gleich das nächste Event, das nächste Rennen ansteht. Aber das hier ist für mich ein bisserl so, als ob sie mir den Stecker gezogen hätten."
Feller hadert mit erstem Durchgang
Vergeigt habe er es im ersten Lauf, sagte Feller mit Blick auf den für ihn so enttäuschenden WM-Slalom: "Da dachte ich, dass ich mir bei dieser Kurssetzung mit solidem, technischem Skifahren eine gute Ausgangsposition holen kann."
Dann allerdings sei genau das passiert, was er sich selbst "nie vorwerfen wollte, wenn ich auf meine Karriere zurückblicke", so Feller: "Dass ich zu wenig attackiert habe. Aber genau das war der Fall."
Zwar warf der Österreicher im zweiten Durchgang nochmal alles in die Waagschale, sicherte sich die zwischenzeitliche Führung. Das jedoch reichte schließlich nicht.
"Alleine, dass man zu Hause vor so einem Publikum in seinem Heimat-Skigebiet bei einer WM mitfahren darf, um Medaillen fahren darf, ist ein Riesenprivileg. Eines, das ich mir als kleines Kind nicht einmal zu erträumen gewagt hatte", bilanzierte Feller.
Doch genau das mache "diese Situation im Moment gerade so schwierig", hob der frustrierte Slalom-Vierte hervor: "Cool, dass es die Leute trotzdem feiern, aber es tut eben extrem weh."
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Quelle: Eurosport
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