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Sofia Goggia - homophobe Aussagen bei Interview? Enrüstung macht sich breit
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Publiziert 18/04/2022 um 10:54 GMT+2 Uhr
2018-Olympiasiegerin Sofia Goggia hat mit einem Interview für Empörung gesorgt. Im Gespräch mit dem "Corriere della Sera" antwortete die Italienerin auf die Frage, ob es im Ski alpin Homosexualität gebe: "Bei den Frauen gibt es die eine oder andere. Bei den Männern nicht, glaube ich. Die müssen sich die Streif herunterstürzen." Daraufhin brach eine Welle der Entrüstung über Goggia herein.
Sofia Goggia
Fotocredit: Getty Images
Auch aus der italienischen Politik hagelte es Kritik - Vorwürfe der Homophobie gegen die Skirennläuferin wurden laut. "Nach Sofia Goggia ist ein homosexueller Mann also nicht in der Lage, eine Abfahrt zu bestreiten", sagte Ivan Gasparotto, Staatssekretär im Innenministerium.
Die von Goggia angesprochene Streif in Kitzbühel gilt als eine der schwierigsten und gefährlichsten Rennpisten der Welt.
In dem Interview mit der "Corriere della Sera", in dem die vergangene Olympia-Saison eher im Hintergrund stand, sprach die 29-Jährige auch über eine mögliche Teilnahme von Transgendern im Weltcup.
"Im Sport ist es so: Ein Mann, der sich in eine Frau umwandelt, hat körperliche Eigenschaften - auch auf hormoneller Ebene, die ihm ermöglichen, mehr zu leisten. Ich denke also nicht, dass das gerecht ist", sagte Goggia.
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Sofia Goggia
Fotocredit: Eurosport
Zudem äußerte sich die Gewinnerin des Abfahrtsweltcups über Gleichberechtigung von Herren und Damen im Skisport. "Ich denke, dass Frauen für ihre Rechte kämpfen müssen. Das schließt auch 'Equal Pay' ein. Aber Frauen sind Frauen und Männer sind Männer", erklärte Goggia und führte aus: "Ich mag es nicht, wenn gesagt wird: Die Frau hat Eier. Warum muss man mich mit etwas bewerten, das ich nicht habe und nicht bin?"
Goggia entschuldigt sich auf Twitter
Goggia entschuldigte sich am Sonntag auf Twitter insbesondere für ihre Aussagen über Homosexuelle, nachdem auch im Internet harsche Kritik an ihr geübt worden war.
"Es tut mir leid und ich entschuldige mich bei allen Menschen, die sich durch den Satz angegriffen fühlten", schrieb Goggia und beteuerte, dass ihre Aussage "sicherlich keinen diskriminierenden Charakter" haben sollte.
Dazu fügte Goggia als Zeichen der Toleranz gegenüber Schwulen, Lesben und Transgendern eine Regenbogenfahne an.
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Quelle: Eurosport
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