Sölden: Lucas Pinheiro Braathen von Reh-Unfall bei Anreise geschockt - Aus in Durchgang eins

Lucas Pinheiro Braathen ist beim Saisonauftakt der alpinen Skistars im Riesenslalom in Sölden bereits im ersten Durchgang ausgeschieden. Zuvor spielte sich allerdings bereits dramatisches ab: Auf dem Weg zum Austragungsort fuhr das Auto, in dem Pinheiro Braathen saß, offenbar ein Reh an. So wäre der Brasilianer beinahe zu spät zur Besichtigung gekommen. Danach war er noch sichtlich geschockt.

Pinheiro Braathen nach Ausfall in Sölden bedient

Quelle: Eurosport

"Wir haben ein Reh (er sagte tatsächlich Reindeer = Rentier, Anm. d. Red.) angefahren. Es war sehr dramatisch. Ich muss schauen, was heute geht", sagte der 25-Jährige vor Rennstart dem "ORF".
Wie sein Vater später bestätigte, hatte man das Reh am Morgen auf dem Weg zum Rettenbachferner angefahren. Der Physiotherapeut seines Sohnes sei am Steuer gesessen.
Ein erstes Reh habe das Auto verfehlt, ein zweites dann die linke Seite des Wagens touchiert, berichtete Björn Braathen "TV2". Das Tier wurde dabei nicht tödlich verletzt, sondern lief weiter. "Wir hoffen, dass es okay ist", meinte Vater Braathen: "Es ist kein schönes Gefühl, ein Tier angefahren zu haben.
Pinheiro Braathens Team verblieb zunächst an Ort und Stelle und informierte die Polizei über den Unfall. So kam er dann fast zu spät zur Besichtigung.
Im Rennen selbst leistete sich der für Brasilien startende Norweger nach passabler Zwischenzeit nach ungefähr 42 Sekunden einen verhängnisvollen Innenskifehler und schied aus. "Das war ganz klar mein Fehler. Es war ein bisschen schwierig, mit dem, was vorher war", sagte er, wollte den Unfall aber nicht als Ausrede gelten lassen.

Pinheiro Braathen scheidet aus: "Ich war zu gierig"

"Es war hart, aber so hart wie für jeden anderen auch", sagte der 25-Jährige zu Eurosport: "Ich hatte einen soliden Plan. Hätte ich ihn umgesetzt, wäre ich in die Top drei gefahren und würde um den Sieg mitkämpfen. Aber das ist die Kunst am Skisport: Es geht äußerst eng zu. Es ist eine Gratwanderung zwischen Intensität, Kontrolle und Präzision. Das habe ich heute falsch berechnet."
Er wollte so viel Geschwindigkeit wie möglich ins Flachstück mitnehmen, kam dabei aber zu sehr in Schräglage.
"Ich war zu gierig", musste Pinheiro Braathen zugeben. So muss der Technik-Spezialist erstmal weiter auf seinen 18. Podiumsplatz im Weltcup warten.
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"Odermatt zaubert": Top-Favorit trotzt widrigen Bedingungen

Quelle: Eurosport


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