Ski Alpin - Marie-Therese Sporer kritisiert ÖSV nach Rauswurf aus A-Kader: "Nie gesehen oder verstanden gefühlt"

Vor wenigen Tagen gab der österreichische Skiverband ÖSV den A-Kader für die kommende Saison bekannt. Nicht mehr dabei ist Marie-Therese Sporer, die sich auf Instagram zu ihrem Aus äußerte und Kritik am ÖSV übte. "Ich habe mich nie wirklich gesehen oder verstanden gefühlt. Wollte mich unterordnen und habe dabei vergessen - auf mich zu hören", schrieb die 26-Jährige unter anderem.

Marie-Therese Sporer

Fotocredit: Getty Images

Sie habe vergessen, "meinem Weg zu folgen. In meinem Tempo und mit meiner Philosophie." Besonders die Schulterverletzung im Januar 2022 wirke noch nach, meinte die Technikspezialistin.
"Ans Limit habe ich mich in dieser Saison bei Wettkämpfen nie wirklich getraut. Immer wieder hat mein Körper unbewusst gebremst. Mich von Schrecksekunden fernhalten wollen. Ich hatte Angst zu stürzen", erzählte Sporer.
Ihre Verletzung sei zudem "nie wirklich ausgeheilt. Es fehlt mir an Mobilität der Außenrotatoren, die Abduktion schmerzt unter Belastung und die Kraft ist nicht vollständig da."
Aufgrund dieses Drucks habe sie auch an Erschöpfungsdepressionen gelitten: "Ich war oft müde und ausgelaugt. Wollte oft nicht mehr weiter machen. Den Schmerz nicht mehr spüren."

Sporer will nicht aufgeben: "Skifahren bedeutet mir viel"

Die Österreicherin hätte wohl mehr Zeit gebraucht, wie sie selbst argumentierte: "Zeit um zu heilen und mehr Mobilität und Stabilität aufbauen zu können. Im Winter, während dem Rennstress und den vielen Tagen auf Schnee konnte ich den Fokus dann nicht mehr 100% auf die Genesung legen."
Dass sie durch diese Probleme nicht die nötigen Ergebnisse erreicht habe, sei ihr bewusst: "An welchen Schrauben es zu drehen gilt, habe ich analysiert. Schon während der Saison gewusst, was ich ändern möchte und muss."
Nun habe sie die Möglichkeit, ihre Vorbereitung selbst zu gestalten. "Dann auf Schnee zurückkehren, wenn ich bereit dazu bin. Auch wenn es nicht meine eigene Entscheidung gewesen ist und ich diese auch immer noch nicht ganz nachvollziehen kann", kritisierte Sporer. Sie habe auch "nicht die Möglichkeit, die Herbstvorbereitung auf eigene Kosten mit dem Team zu absolvieren".
Aufgeben will die Slalom-Spezialistin, die 2018 ihr Weltcupdebüt feierte, jedoch auf keinen Fall: "Mir bedeutet das Skifahren unheimlich viel. Die Berge, die Freiheit, das Adrenalin, die Skifamilie und das Privileg, meine Leidenschaft ausüben zu dürfen."
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Quelle: Eurosport

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