Weltcup Val di Fassa: Emma Aicher erhöht den Druck auf Mikaela Shiffrin - startet US-Star für Gesamtweltcup im Super-G?

Emma Aicher hat ihren Rückstand auf Mikaela Shiffrin im Gesamtweltcup weiter schmelzen lassen: Nach Platz zwei in der Abfahrt beim Weltcup in Val di Fassa fehlen der 22-jährigen Allrounderin "nur" noch 139 Punkte auf den US-amerikanischen Superstar. Der sich zuspitzende Kampf könnte Shiffrin nun zu einem besonderen Zug veranlasst haben. Ein Start im Super-G am Sonntag wird immer wahrscheinlicher.

Eine Hundertstel! Aicher schrammt an Bestzeit vorbei

Quelle: Eurosport

Am Freitagmorgen, wenige Stunden vor dem Start der Weltcup-Abfahrt im Val di Fassa, postete Shiffrin ein Video in den Sozialen Medien: Sonnenschein, herrliche Bedingungen - und die Dolomiten.
Ihre Ausrüstung war aber nicht wie gewohnt auf ihre Paradedisziplinen Slalom oder Riesenslalom ausgerichtet. "Super-G!", antwortete sie in den Kommentaren einem Follower, der auf einen Ausflug mit Abfahrtsskiern getippt hat.
Es mag eine kleine Kampfansage in Richtung Emma Aicher gewesen sein, die den Abstand im Gesamtweltcup zwischen den beiden dank eines zweiten Platzes in der Abfahrt kurze Zeit später verringert hatte.
139 Punkte trennen die beiden im Kampf um die große Kristallkugel noch, der Druck auf Shiffrin ist acht Rennen vor Schluss deutlich erhöht worden. Ein Start im Super-G am Sonntag (ab 10:45 Uhr live im Stream bei HBO Max) ist mittlerweile unausweichlich.

Aicher lockt Shiffrin aus der Komfortzone

Absolutes Neuland ist der Super-G für Shiffrin nicht: Zwischen 2018 und 2022 fuhr sie fünf Weltcupsiege in dieser Disziplin ein, 2019 krönte sich die 30-Jährige sogar zur Weltmeisterin. In den Jahren 2021 und 2023 folgten noch Bronze respektive Silber bei Weltmeisterschaften.
Aufgrund einer Kombination aus schweren Stürzen und den schlimmen Erfahrungen ihres Verlobten Aleksander Aamodt Kilde schwor die dreimalige Olympiasiegerin den Speed-Disziplinen jedoch ab - für knapp zwei Jahre. Im vergangenen Dezember ging sie in St. Moritz schließlich wieder erstmals an den Start, schied dabei aber aus.
Die engen Verhältnisse im Gesamtweltcup locken Shiffrin nun also aus ihrer Komfortzone. Würde die Rekord-Weltcupsiegerin nämlich weiterhin verzichten, könnte sie schon am Sonntag von Aicher überholt werden.
Aufgrund der Tatsache, dass die deutsche Allrounderin in Abfahrt, Super-G und Slalom regelmäßig auf das Podest fährt, wäre das Risiko für Shiffrin schlichtweg zu hoch.
Eine offizielle Verkündung der Teilnahme von Shiffrin steht noch aus.
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Quelle: Eurosport


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