Klide triumphierte auf der verkürzten Strecke in 1:42,42 Minuten vor den Eidgenossen Marco Odermatt (+0:19 Sekunden) und Beat Feuz (+0:30).
Bester Deutscher war Dominik Schwaiger (+1,89), der den 24. Rang belegte. "Ich habe", sagte er, "zu viele Fehler gemacht." Dies galt auch für seine Teamkollegen.
Der langsamste war als 41. Vizeweltmeister Andreas Sander mit einem Rückstand von 2,76 Sekunden, der über seine Leistung im ZDF sagte: "Momentan ist der Wurm drin. Da passt nichts zusammen."
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Romed Baumann wurde 27. (+1,96), Josef Ferstl 33. (+2,22) und Simon Jocher 38. (+2,51). So schlecht platziert war eine deutsche Mannschaft in der Abfahrt zuletzt vor sechs Jahren.
Die zweite Abfahrt folgt am Samstag, dann über die knapp 4,5 Kilometer lange Gesamtstrecke.

Sander bei Abfahrt abgeschlagen: Keine Punkte für Vizeweltmeister

"Es war ein cooles Rennen, diese Saison ist bisher richtig cool", sagte Kilde, der im vergangenen Januar einen Kreuzbandriss erlitten hatte, über seinen bislang eindrucksvollen Comeback-Winter. Er klagte aber auch über die Anstrengungen:
Nach der Abfahrt am Samstag über die komplette Lauberhorn-Strecke (4,5 km) folgt die Woche in Kitzbühel: "Das Programm ist schon am Limit."

"Alles toll": Kilde trumpft am Lauberhorn auf

Wirbel um Kriechmayr nach Coronatest

Vor dem Rennen hatte es Diskussionen um den am Ende zwölftplatzierten Österreicher Vincent Kriechmayr gegeben. Der Doppel-Weltmeister, vergangene Woche positiv auf das Coronavirus getestet, hatte die beiden Trainingsläufe am Dienstag und Mittwoch nicht absolvieren können - er wäre daher im Rennen nicht startberechtigt gewesen.
Die Jury des Internationalen Ski-Verbandes (FIS) um den Südtiroler Markus Waldner setzte daher für Kriechmayr am Freitagmorgen ein Training an. Der 30-Jährige verließ dabei das Starthaus und brach die Fahrt danach sofort ab - die FIS-Regel, wonach er in den Trainingslauf gestartet worden war, hatte er damit erfüllt.
"Wir würden für jeden Läufer so entscheiden, weil wir in sehr komplizierten COVID-Pandemie-Zeiten leben", sagte Renndirektor Waldner. Der Schweizer Verbandspräsident Urs Lehmann legte vergeblich Protest ein und sprach daher von "Willkür". Es gehe "um die Regeln, die eingehalten werden müssen".
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