Weltcup in Wengen - Giovanni Franzoni siegt im Super-G für verstorbenen Matteo Franzoso: "Gibt mir die nötige Kraft"

Für Giovanni Franzoni war der Sieg beim Super-G in Wengen in mehrfacher Hinsicht besonders. Der Italiener feierte am Freitag nicht nur seinen ersten Weltcup-Sieg überhaupt - er gelang ihm auch noch ausgerechnet an jenem Ort, wo er sich einst schwer verletzte. Die Kraft für diese jetzt schon außergewöhnlich gute Saison ziehe er aus einer Tragödie, die sich noch vor dem Weltcup-Winter ereignete.

Franzoni gedenkt Franzoso: "Diese Tragödie gibt mir die Kraft"

Quelle: Eurosport

"Es fühlt sich unglaublich an", sagte ein überwältigter Franzoni am Eurosport-Mikrofon kurz nach seinem Sieg im Super-G.
Soeben hatte er die namhafte Konkurrenz um Marco Odermatt düpiert, war mit Startnummer eins zum Sieg gefahren.
Während der Schweizer Superstar schon früh gewusst haben wollte, was Franzonis Fahrt bringen würde ("Ich habe seinen Lauf im Starthaus gesehen und habe schon da gedacht: ‚Das ist heute der Sieg‘. ), musste der dreifache Junioren-Weltmeister ganze 54 Fahrer passieren lassen, ehe der Triumph endlich feststand.
Etwas ungläubig war er dann aber doch ob seines Erfolgs, ausgerechnet beim Klassiker: "Ich bin hier vor drei Jahren schwer gestürzt und habe mich verletzt. Danach habe ich ein Jahr gebraucht, um mich davon zu erholen."
In Wengen fuhr der 24-Jährige aber auch seine ersten Super-G-Punkte im Weltcup ein, kein Wunder also, dass er behauptete: "Es ist eine besondere Piste für mich."
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Super-G-Highlights vom Lauberhorn: Franzoni wird zum Überflieger

Quelle: Eurosport

Franzoni fährt für verstorbenen Franzoso: "Gibt mir Kraft"

Emotional war der Sieg auch deshalb, weil das italienische Team vor Beginn der Saison einen herben Verlust hatte hinnehmen müssen. Im September starb Matteo Franzoso nach einem Sturz im Trainingslager in Chile, er wurde nur 25 Jahre alt.
Franzoni verband eine jahrelange Freundschaft mit dem ein Jahr älteren Franzoso, nach seinem dritten Platz im Super-G von Gröden hatte er ihn seinen "großen Bruder" genannt. Schon damals, im Dezember des vergangenen Jahres, hatte er sein erstes Weltcup-Podium den Verstorbenen gewidmet.
So nun auch nach dem bislang größten Erfolg seiner Karriere: "Ich denke jeden Tag an Matteo. Ich habe ihm meinen dritten Platz in Gröden gewidmet - und auch diesen Sieg heute."
"Für den Rest meines Lebens", so Franzoni weiter, werde er für seinen Freund weiter Skifahren. Denn so schwer der Verlust auch gewesen sei - "diese Tragödie gibt mir auch die nötige Kraft in dieser Saison."
Ein ganz besonderer Gruß an einem ganz besonderen Tag.
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Erst Abflug, dann Applaus: Seger stürzt im Super-G am Lauberhorn

Quelle: Eurosport


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