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Klaebo-Disqualifikation: Norweger macht Rolle rückwärts und will Einspruch zurückziehen
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Publiziert 10/03/2021 um 21:49 GMT+1 Uhr
Die Posse um die Disqualifikation von Langlauf-Superstar Johannes Hösflot Klaebo beim 50-km-Rennen der WM 2021 in Oberstdorf ist um ein Kapitel reicher: Einen Tag nach dem Norwegen offiziell Einspruch gegen die Wertung des Königsrennens der Weltmeisterschaft eingelegt hatte, bat Klaebo seinen Verband, den Einspruch wieder zurückzuziehen. Er wolle nun nach vorne schauen und die Sache vergessen.
Johannes Hösflot Klaebo (r.) und Alexander Bolschunow nach dem 50-km-Rennen der WM 2021
Fotocredit: Getty Images
Johannes Hösflot Klaebo will nicht weiter gegen die Disqualifikation des 24-Jährigen beim WM-Rennen über 50 km vorgehen.
Einen Tag nachdem der norwegische Verband gegen die Wertung offiziell Einspruch einlegte, bat Klaebo seinen Verband den Einspruch zurückzuziehen, schrieb der 24-Jährige am Mittwoch bei Instagram.
Es wäre nicht dasselbe, die Gold-Medaille "nach dem besten Rennen meiner Karriere" über einen Protest zurückzuerhalten.
Das Gefühl, gewonnen zu haben, habe er mit der Disqualifikation am Sonntag verloren.
Gegenüber "NTB" präsizierte er: "Es fühlt sich einfach falsch an, den Einspruch aufrechtzuerhalten. Ich will positiv denken und die Sache vergessen. Ich will nicht als jammernder Athlet dastehen."
Klaebo bleibt damit disqualifiziert
Klaebo hatte nach 50 km auf der Zielgeraden seinem Kontrahenten Alexander Bolschunow die Vorfahrt genommen, bei dem Zusammenstoß war der Stock des zu diesem Zeitpunkt führenden Russen gebrochen.
Der Norweger überquerte die Ziellinie daraufhin als Erster, später wurde er jedoch disqualifiziert. Ein spontaner Gegenprotest der Norweger wurde nach kurzer Beratung abgelehnt.
Weltmeister wurde somit Klaebos Landsmann Emil Iversen, Bolschunow holte Silber, Bronze ging an den Norweger Simen Hegstad Krüger. Am Dienstag dann legte Norwegen offiziell Einspruch ein.
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Hier passiert's! Diese Szene führt zur Disqualifikation von Superstar Klaebo
Quelle: Eurosport
Klaebo: "Achterbahn der Gefühle"
Klaebo schrieb, er habe seit Sonntag eine "Achterbahn der Gefühle" durchlebt, sei "weit unten" und im "Dunkeln" gewesen.
Er werde immer der Auffassung sein, nichts falsch gemacht zu haben, führte er aus. Zugleich hätte die Aufarbeitung "viel Energie gekostet", und er wolle sich nun auf das Weltcupfinale am Wochenende in Engadin/Schweiz konzentrieren.
"Entweder gewinnt Klaebo oder ich, aber nicht Iversen", hatte derweil Bolschunow nach dem Rennen gesagt und bei der Siegerehrung darauf verzichtet, sich seine Medaille um den Hals zu hängen: "Mit einem Stock kann ich nicht um Gold kämpfen."
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Bewegender Moment: Bolschunow in Tränen, Erzrivale Klaebo tröstet
Quelle: Eurosport
Schlickenrieder kann Jury verstehen
Der deutsche Bundestrainer Peter Schlickenrieder konnte dagegen mit der Entscheidung der Jury gut leben.
"Wenn er meint, er muss die Spur wählen, die der vor ihm laufende Bolschunow wählt, finde ich es grenzwertig. Wenn er hintendran ist, muss er normalerweise um Bolschunow herumlaufen und die linke Spur wählen."
Der unverhoffte Champion Iversen meinte dagegen: "Das ist eine seltsame Art, Weltmeister zu werden", sagte der 29-Jährige, der nie zuvor eine große Einzelmedaille gewonnen hatte: "Für mich geht ein Traum in Erfüllung, aber für Johannes tut es mir leid und ich unterstütze die Entscheidung der Jury nicht. Ich werde ihn fest umarmen, er ist der moralische Sieger."
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(mit SID)
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